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Presseinformationen

3. Dezember 2021

Presse-Statement zur Kostenstrukturerhebung in Arztpraxen durch das Statistische Bundesamt

Dr. Dominik von Stillfried: „Die Ergebnisse der Kostenstrukturerhebung (KSE) bestätigen die wesentlichen Trends aus dem Zi-Praxis-Panel (ZiPP) insofern, als die Aufwendungen prozentual stärker steigen als die Umsätze. Aus diesem Grund ist in den Einzelpraxen der Reinertrag zwischen 2015 und 2019 nur um 8,9 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: Die allgemeine Lohnentwicklung betrug in den vier Jahren 10,9 Prozent. Die amtliche Erhebung bestätigt also, dass die Praxen bei der allgemeinen Lohnentwicklung nicht mithalten konnten. Dies betrifft dann nicht nur Praxisinhaber, sondern – trotz stark steigender Aufwendungen für Lohnkosten in den Praxen – auch die dort angestellten Medizinischen Fachangestellten und Ärzt:innen. In Zeiten des Fachkräftemangels ist das ein bedrohliches Signal, das durch die zukünftige Koalition angegangen werden muss.“

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2. Dezember 2021

Anzahl diagnostizierter Krebserkrankungen nimmt in der Dekade vor der Pandemie stetig zu // 3,3 Millionen gesetzlich Versicherte 2019 mit Krebsdiagnose // Männer stärker betroffen als Frauen

Von den insgesamt 61,5 Millionen gesetzlich Krankenversicherten ab 15 Jahren hatten 2019 knapp 3,32 Millionen Menschen mindestens in zwei Quartalen eine als gesichert dokumentierte Krebsdiagnose. Das entspricht einer altersstandardisierten Diagnoseprävalenz von 5,2 Prozent für alle Krebserkrankungen ohne den hellen Hautkrebs. 2010 lag diese noch bei 4,1 Prozent.

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10. November 2021

Personalkosten zwischen 2016 und 2019 um 21,9 Prozent je Praxisinhaber gestiegen // Jahresüberschüsse der Vertragsarztpraxen pro Jahr real nur um 1,3 Prozent gewachsen

Die in den letzten Jahren eher schwache wirtschaftliche Entwicklung in den Arztpraxen hat sich nur langsam verbessert. Unter Berücksichtigung der Verbraucherpreise sind die Jahresüberschüsse in den Jahren 2016 bis 2019 inflationsbereinigt lediglich um durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr angewachsen. Im gleichen Zeitraum stiegen jedoch die Betriebskosten um 14 Prozent stark an. Der Kostenanstieg hat damit die Entwicklung der Verbraucherpreise, die im gleichen Zeitraum im Bundesdurchschnitt um 4,8 Prozent zunahmen, um nahezu das Dreifache überschritten.

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5. November 2021

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte fordern: Bestellfrist für COVID-19-Impfstoff verkürzen, Impfdokumentation vereinfachen, Vergütung verbessern

Dank des Einsatzes der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Schleswig-Holstein hat die besonders vulnerable Bevölkerung im Alter von über 70 Jahren dort bereits die notwendigen Drittimpfungen nach Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) fast vollständig erhalten. Um das Tempo bei den Corona-Schutzimpfungen weiter zu beschleunigen, wünschen sich Ärztinnen und Ärzte aber Unterstützung: kürzere Bestellfristen von Corona-Impfstoffdosen, eine Vereinfachung der Impf-Dokumentation sowie Verbesserungen bei der Vergütung wie etwa Zuschläge für Impfungen an Wochenenden.

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4. November 2021

Immer mehr Deutsche von Fettleibigkeit betroffen // Markanter Anstieg bei über 80-Jährigen // Prävalenz in östlichen Bundesländern besonders hoch

Neuere Datenauswertungen des Zi für den Zeitraum 2009 bis 2018 zeigen vor allem in den höheren Altersgruppen ab 80 Jahren einen starken Anstieg in der Diagnosehäufigkeit von Adipositas. Bei Hochaltrigen im Alter von 85 bis 89 Jahre zeigen die ausgewerteten Daten eine Steigerung um 80 Prozent. Bei den Frauen stieg die Prävalenz von 8,3 auf 14,8 Prozent, bei den Männern verdoppelte sie sich sogar von 6,4 auf 12,9 Prozent.

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27. Oktober 2021

Deutlicher Anstieg der Fallzahlen in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie // Früherkennungsuntersuchungen trotz COVID-19-Pandemie auf hohem Niveau

Infektionsschutzmaßnahmen im Zuge der COVID-19-Pandemie führten wie schon 2020 auch im ersten Halbjahr 2021 zu einer geringeren Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen. So lagen die Fallzahlen über alle Fachgruppen hinweg aufgrund der vierten Pandemiewelle in den ersten Monaten dieses Jahres unter den Werten von 2019 (-14,9 Prozent im Januar bzw. -12 Prozent im Februar). Auch im April und Mai lagen die Gesamtfallzahlen noch unter Vorjahresniveau; erst im Juni erreichten diese annähernd wieder das Niveau von vor der Pandemie aus dem Jahr 2019 (-1,9 Prozent).

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15. Oktober 2021

Remote Patient Monitoring – keine zeitliche Entlastung für die Praxen, aber Potential in der Betreuung von Infektpatienten

Das Zi hat seine vor genau einem Jahr gestartete wissenschaftliche Studie zum Remote Patient Monitoring (RPM) von Infektpatient:innen in der ambulanten Versorgung abgeschlossen. Ziel der Studie war es, die Eignung bestehender digitaler Monitoringsysteme im Versorgungsalltag und deren Effekt auf die ambulante Behandlung von Infektpatient:innen zu evaluieren. Die Ergebnisse der Studie sind nun als Preprint veröffentlicht.

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16. September 2021

Echtzeit-Informationen aus Akut- und Notfallversorgung öffnen neue Potenziale für Pandemie- und Versorgungsmanagement der Zukunft

Zi diskutierte mit Experten aus Medizin, Wissenschaft und Selbstverwaltung über Lehren aus der COVID-19-Pandemie. „Echtzeit-Daten können helfen, Legitimationslücken zwischen gesundheitspolitischem Entscheidungsbedarf und wissenschaftlicher Evidenzbasierung nach und nach zu schließen. Dies kann durch Register oder digitale Datenplattformen erreicht werden.“, sagte Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. von Stillfried.

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18. August 2021

Rund 50 Prozent der in Arztpraxen lagernden COVID-19-Impfstoffe droht zu verfallen – „Politik sollte zügig Rahmenbedingungen für internationale Impfstoffspenden schaffen“

Nach einer aktuellen Umfrage unter niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten dürften rund 4,5 Prozent aller gelieferten Injektionsfläschchen (Vials) des COVID-19-Impfstoffs bis Ende August 2021 nicht mehr verimpfbar sein. Besonders betroffen sind die Vektorimpfstoffe der Hersteller AstraZeneca und Johnson & Johnson. Hier liegt der Anteil der voraussichtlich in den nächsten zwei Wochen nicht mehr verimpfbaren Dosen nach Einschätzung der Arztpraxen bei rund 15 bis 20 Prozent. Beim mRNA-Impfstoff von Biontech sehen die Befragten lediglich 2 bis 3 Prozent der gelieferten Dosen als demnächst nicht mehr verimpfbar an.

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3. August 2021

Erhöhte Ausbildungsaktivität und monetäre Anreize können Personalschwund nicht mehr auffangen – „Vergütungsschere zwischen Kliniken und Praxen muss geschlossen werden“

Die Suche nach qualifizierten nicht-ärztlichen Mitarbeitenden in den 102.000 Arzt- und Psychotherapiepraxen sowie die Bindung geeigneten Personals stellt die Praxisinhaberinnen und -inhaber in Deutschland vor immer größere Herausforderungen. So wird die Verfügbarkeit von kompetentem nicht-ärztlichem Personal auf dem Arbeitsmarkt von den Praxen mehrheitlich als äußerst schlecht eingestuft. Deutlich mehr als die Hälfte der vertragsärztlichen Praxen bilden daher eigenen, nicht-ärztlichen Fachkräftenachwuchs aus. Etwa ein Viertel dieser Praxen sind allerdings von Abwanderung ihres selbst ausgebildeten Praxispersonals betroffen.

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27. Juli 2021

Immer mehr Menschen leiden unter Heuschnupfen: Plus von 19 Prozent seit 2010 // Erkrankungshäufigkeit in Großstädten am höchsten

2019 ist bei mehr als 5 Millionen gesetzlich Versicherten Heuschnupfen diagnostiziert worden. Insgesamt entspricht das einem Anteil von 7,1 Prozent. Gegenüber 2010, in dem 4,2 Millionen Versicherte mit Heuschnupfen behandelt wurden, stieg damit die Zahl der Erkrankten um 19 Prozent an. Über 400.000 der Betroffenen im Jahr 2019 waren Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 0 und 14 Jahren.

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7. Juli 2021

Zi fördert neue wissenschaftliche Zeitschrift für regionalisierte Versorgungsforschung

„Research in Health Services & Regions – Methods, Results, Implementation“ – so heißt das neue englischsprachige Zeitschriftenformat des Springer-Nature Verlags, das mit Förderung durch das Zi eine Angebotslücke im Bereich der regionalisierten Versorgungsforschung schließen möchte. Das wissenschaftliche Journal bietet nationalen und internationalen Forschenden eine interdisziplinäre Plattform für den fachlichen Informationsaustausch. Im Fokus stehen dabei versorgungsrelevante Interventionen oder lokale Initiativen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung auf der Grundlage räumlich vergleichender Untersuchungen und Auswertungen.

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30. Juni 2021

Corona-Impfquote könnte bei 88 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland liegen // Ärztliche Beratung dürfte entscheidende Rolle spielen

Unter den bisher in Deutschland noch nicht gegen das COVID-19-Virus geimpften Personen würden sich etwa 50 Prozent impfen lassen, wenn ein niedrigschwelliges Impf-Angebot verfügbar ist. Weitere 20 Prozent stehen einer Impfung eher kritisch oder unentschieden gegenüber. Diese Gruppe sollte idealerweise ärztlich beraten werden, um dadurch positiv zu einer Impfung motiviert zu werden. Fast 30 Prozent der noch Ungeimpften stehen einer Corona-Impfung aber stark skeptisch gegenüber.

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24. Juni 2021

Über 300.000 gesetzlich Versicherte erkranken pro Jahr an Lyme-Borreliose // Südosten Deutschlands und östliches Bayern besonders betroffen

2019 ist bei 306.000 gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten eine Lyme-Borreliose diagnostiziert worden; das entspricht der Einwohnerzahl einer Stadt wie Mannheim oder Karlsruhe. Die Erkrankungshäufigkeit sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen ist von 2010 bis 2019 leicht zurückgegangen. Die zeckenübertragene Infektionserkrankung kommt bundesweit vor – regional bestehen aber deutliche Unterschiede beim Risiko, sich mit Lyme-Borreliose zu infizieren.

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17. Juni 2021

Aktuelle BMG-Liefermengenprognose: Corona-Impfkampagne könnte um vier Wochen verzögert sein // Abschluss der Zweitimpfungen von Erwachsenen rechnerisch erst Mitte Oktober 2021

Durch die aktuelle Prognose des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) über die zu erwartenden Liefermengen der COVID-19-Impfstoffe könnte sich die Corona-Impfkampagne rechnerisch um weitere vier Wochen verzögern. Bei vollständiger Umsetzung der Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) könnten alle erwachsenen Impfberechtigten ab 18 Jahren erst bis zum 5. September 2021 eine Erstimpfung und bis zum 17. Oktober 2021 einen vollen Impfschutz erhalten haben.

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15. Juni 2021

Zahlen sprechen dafür, Auffrischimpfungen gegen das COVID-19-Virus in die vertragsärztliche Regelversorgung zu übernehmen

Seit Beginn der Impfkampagne in den Praxen Anfang April 2021 haben die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte bis heute über 20,4 Millionen Impfdosen gegen das COVID-19-Virus verabreicht – alleine in der letzten Woche waren es fast 3,4 Millionen Dosen. Trotz der momentan günstigen Entwicklung der Pandemie-Indikatoren in Deutschland (sinkende Inzidenzen, steigende Impfquoten, nachlassende Hospitalisierungsraten) wird die Eindämmung des COVID-19-Virus weiterhin eine vordringliche Aufgabe der Gesundheitspolitik bleiben. Mit Blick auf den Herbst und das folgende Frühjahr wird schon jetzt die Frage von Corona-Auffrischungsimpfungen diskutiert.

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11. Juni 2021

452.000 Kinder und Jugendliche fallen unter STIKO-Risikomerkmale – Knapp die Hälfte dieser 12- bis 17-Jährigen leidet unter Asthma

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) hat gestern seine Empfehlungen zu Schutzimpfungen von 12- bis 17-Jährigen gegen das COVID-19-Virus veröffentlicht. Die STIKO empfiehlt, lediglich jene Kinder und Jugendliche aus dieser Altersgruppe impfen zu lassen, die eine besondere Vorerkrankung aufweisen. Die Empfehlung umfasst insgesamt 12 Erkrankungsentitäten bzw. Erkrankungsgruppen. Dazu zählen unter anderen Adipositas, Diabetes, Herzinsuffizienz, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21. Eine aktuelle Auswertung des Zi zeigt, dass etwa 11 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die zwischen 12 und 17 Jahre alt sind, unter mindestens eines der STIKO-Risikomerkmale fallen.

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11. Mai 2021

Regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung im Fokus // Preis mit 7.500 Euro dotiert, Bewerbungsfrist bis 4. Oktober 2021

Das Zi schreibt zum nunmehr zehnten Mal den Zi-Wissenschaftspreis zur regionalen Versorgungsforschung aus. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung regionaler Unterschiede in der Gesundheitsversorgung. Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert, die Bewerbungsfrist endet am 4. Oktober 2021.

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6. Mai 2021

Bevölkerung in Deutschland leidet immer häufiger an Autoimmunerkrankungen wie Schuppenflechte, rheumatoide Arthritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn und Multiple Sklerose // Biologika werden häufiger verordnet

Die Häufigkeit von Autoimmunerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Multiple Sklerose, Psoriasis und rheumatoide Arthritis hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Von 2012 bis 2018 ist der Anteil gesetzlich krankenversicherter Patientinnen und Patienten mit mindestens einer dieser Autoimmunerkrankungsdiagnosen von 3,5 auf 4 Prozent angestiegen.

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30. April 2021

Arztpraxen zünden Impfturbo: Bis heute über 5 Millionen Menschen gegen COVID-19-Virus geimpft

Bis zum Ende dieser Woche werden die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte mehr als 5,4 Millionen Dosen gegen das COVID-19-Virus verimpft haben. Den bisherigen Tagesrekord seit Beginn der Impfungen in den Praxen am 5. April 2021 haben die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte am Mittwoch erzielt. Innerhalb weniger Stunden hatten sie 730.000 Patientinnen und Patienten gegen Corona geimpft.

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23. April 2021

Hohes Impftempo weiterhin notwendig – Ab Mitte Juni Verzicht auf Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen gut begründbar

Das Zi hat seine Berechnungen zum Impffortschritt aktuell angepasst. „Wenn jetzt alles dafür getan wird, das Impftempo zu erhöhen, könnte schon ab Mitte Juni die Gefahr eines exponentiellen Wachstums von COVID-19-Infektionen minimiert sein. Zur Beschleunigung sollte die starre Impfpriorisierung im Mai aufgegeben werden, für Arztpraxen ab sofort."

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22. April 2021

Zwei Studien zu regionalen Ungleichheiten in der ambulanten Palliativversorgung und bei der Mortalität älterer Menschen nach Hüftfrakturen ausgezeichnet

Das Zi hat heute zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung regionaler Unterschiede in der Gesundheitsversorgung ausgezeichnet. Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ wird jährlich vom Zi vergeben.

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21. April 2021

Seit 2016 Trendumkehr bei Inanspruchnahme der ambulanten Notfallversorgung: Immer weniger Patientinnen und Patienten suchen Notaufnahmen der Kliniken auf

Die Zahl der insgesamt an Krankenhäusern in Deutschland ambulant oder stationär behandelten Notfallpatientinnen und -patienten ist seit 2016 rückläufig. Bis 2019 ist die Gesamtzahl der Notfallbehandlungen dort um rund 265.000 Fälle auf 19 Millionen Fälle gesunken. Der Grund hierfür ist der Rückgang der ambulant im Krankenhaus behandelten Notfälle. Waren es 2016 noch 10,67 Millionen Behandlungsfälle, ist diese Zahl bis 2019 auf 10,27 Millionen zurückgegangen.

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19. April 2021

Mit zweitem Corona-Lockdown ab November 2020 erneut deutlicher Rückgang der ambulanten Behandlungsfälle // Arztpraxen mit Impfrekord gegen Influenza und Pneumokokken

Kontaktbeschränkungen führen immer auch zu einer geringeren Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen. Das ist das zentrale Ergebnis des heute vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) veröffentlichten Trendreports zur Entwicklung der vertragsärztlichen Leistungen im gesamten Jahr 2020.

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15. April 2021

Bundesweit mindestens 2,4 Millionen weitere Erstimpfungen mit mRNA-Wirkstoffen in Impfzentren möglich – Kein Grund für Kürzungen des mRNA-Impfstoffkontingents in Arztpraxen

In deutschen Impfzentren lagern aktuell über 2,4 Millionen Dosen mit mRNA-Impfstoffen (Biontech/Pfizer und Moderna), die sofort für weitere Erstimpfungen bereitstehen. Weitere rund 6 Millionen Dosen der mRNA-Impfstoffe werden in den Kalenderwochen 15 bis 17 (12. April bis 2. Mai 2021) erwartet. Berücksichtigt man die ausstehenden Zweitimpfungen, verbleibt ein Bestand von 2,4 Millionen Dosen für weitere Erstimpfungen mit mRNA-Impfstoffen in Impfzentren.

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9. April 2021

KBV und Zi stellen „Corona-Impfindex“ zum Verlauf der Impfkampagne online

Bereits einen Tag nach dem flächigen Start der Corona-Impfkampagne in den Arztpraxen haben die Praxen am Mittwoch 306.000 Impfungen gegen das COVID-19-Virus dokumentiert, gestern sogar knapp 326.000. Damit liegen die Arztpraxen bereits auf dem Niveau der 433 Impfzentren in Deutschland. Diese haben am Mittwoch rund 350.000 Dosen verabreicht. Bis Ende der Woche sind insgesamt rund eine Million Dosen in den Praxen zu verimpfen.

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25. März 2021

Vier regionale Leuchtturmprojekte der ambulanten Versorgung prämiert

Das Zi hat gestern Abend vier herausragende Modelle ambulanter Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2021“ prämiert. Insgesamt 13 regionale Projekte hatten sich um die Innovationspreise in den Kategorien Versorgung 24/7, Versorgung vernetzt, Versorgung digital und Versorgung verjüngt beworben.

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17. März 2021

Nach dem Marburger Bund hat sich nun auch die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) aus seiner institutionellen Mitwirkung am medizinischen Beirat „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland“ (SmED) zurückgezogen.

Hintergrund ist die Positionierung der DGINA zum Entwurf des § 120 Abs. 3b (neu) SGB V im Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG). Der Zi-Vorstand bedauert den Rückzug der DGINA aus dem Gremium und dankt den DGINA-Vertretern für die stets konstruktiven und sachorientierten Fachdiskussionen. Viele der Anregungen aus diesem Kreis sind unmittelbar in die Weiterentwicklung von SmED eingeflossen.

Die Arbeiten zur Entwicklung der sogenannten „Tresenversion“ von SmED haben einen Stand erreicht, der jetzt in einer klinischen Evaluation getestet und bewertet werden soll. Weitere SmED-Versionen zur mobilen Anwendung im Rettungsdienst sollen ebenfalls in Kürze eingesetzt und ihre Eignung als Steuerungshilfe evaluiert werden. Grundlage dieser Arbeiten ist und bleibt die Annahme, dass die Kooperation der vertragsärztlichen Versorgung, des Rettungsdienstes und der Notaufnahmen in der Akut- und Notfallversorgung verbessert werden kann und dass  Entscheidungshilfen wie SmED dabei unterstützen können, dass Patientinnen und Patienten zur richtigen Zeit die richtige Versorgungseinrichtung in Anspruch nehmen. Dies muss aus Sicht des Zi die Zielvorstellung sein, an der die Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen für die Akut- und Notfallversorgung zu messen ist. In diesem Sinne werden wir weiterhin die fachliche Kooperation mit den Leitern von Notaufnahmen und erfahrenen Rettungsmedizinern suchen, um die bisherige versorgungsebenenübergreifende Zusammenarbeit fortzusetzen.


16. März 2021

Epidemiologische Aspekte einer Risikoabschätzung zum Aussetzen des COVID-19-Impfstoffs AstraZeneca

Am 15. März 2021 wurden die Impfungen mit dem SARS-CoV-2-Impfstoff (AZD1222) von AstraZeneca (AZ) aufgrund des Auftretens von möglichen, aktuell noch unbestätigten Impfschäden ausgesetzt. Dokumentiert wurden laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland 7 Fälle von Sinusthrombose, davon drei mit Todesfolge, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten sind. Für Impfungen gilt, dass sie einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit darstellen, der einer besonderen Risikoabwägung bedarf. Diese Risikoabwägung muss auch die pandemische Lage berücksichtigen. Mit der folgenden Modellrechnung möchten wir einen Beitrag zur Risikoeinschätzung auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen leisten.

Modellrechnung und Fazit


11. März 2021

Mark Barjenbruch neuer stellvertretender Zi-Kuratoriumsvorsitzender

Mark Barjenbruch ist zum neuen stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden des Zi gewählt worden. In einer turnusgemäßen Sitzung bestimmte das Zi-Kuratorium, das höchste Kontrollgremium der Stiftung, Barjenbruch heute als Nachfolger von Dr. Annette Rommel. Rommel war Anfang Dezember 2020 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 in ihr Amt als Kuratoriumsvorsitzende gewählt worden.

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9. März 2021

Zi fördert Forschungsprojekte mit insgesamt 250.000 Euro // Interessierte können Anträge bis 30. Juni 2021 einreichen

Das Zi stellt im Rahmen seiner jährlichen Förderinitiative auch in diesem Jahr wieder 250.000 Euro für innovative Forschungsprojekte bereit. Unterstützt werden Projekte aus vier verschiedenen Themenblöcken des Gesundheitswesens. Anträge können bis zum 30. Juni 2021 eingereicht werden.

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25. Februar 2021

Der Vorstand des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) nimmt mit Bedauern zur Kenntnis, dass der Marburger Bund seine institutionelle Mitwirkung am medizinischen Beirat „Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland (SmED)“ mit sofortiger Wirkung beendet hat.

Hintergrund ist die Positionierung zum Entwurf des § 120 Abs. 3b (neu) SGB V im Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG). Die Arbeiten zur Entwicklung der sogenannte „Tresenversion“ von SmED haben einen Stand erreicht, der jetzt in einer klinischen Evaluation getestet und bewertet werden soll. Weitere SmED-Versionen zur mobilen Anwendung im Rettungsdienst sollen ebenfalls in Kürze eingesetzt und ihre Eignung als Steuerungshilfe evaluiert werden. Vor diesem Hintergrund ist dem Zi daran gelegen, die Anforderungen an die Weiterentwicklung positiv im Sinne einer Zielvorstellung zu definieren und hierbei die fachlich-sachliche Kooperation mit den Leitern von Notaufnahmen zu suchen.


24. Februar 2021

Jede Woche zählt: Erwachsene Bevölkerung könnte bis Ende Juli 2021 geimpft sein

50.000 der bundesweit rund 75.000 Arztpraxen könnten täglich jeweils 20 Impfstoffdosen verabreichen und dadurch mit bis zu 5 Millionen Impfungen in der Woche zügig zur Immunisierung der Bevölkerung gegen das COVID-19-Virus beitragen. In den 433 Impfzentren konnten laut Meldedaten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zuletzt rund 140.000 Impfungen pro Tag vorgenommen werden. Seit Beginn der Impfkampagne Ende Dezember 2020 wurden bislang insgesamt 7,5 Millionen Dosen ausgeliefert, von denen rund 5,7 Millionen Einheiten verimpft wurden.

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19. Februar 2021

25 Prozent der MVZ bewerten wirtschaftliche Lage Anfang 2019 überwiegend negativ

Etwa ein Viertel der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland schätzten ihre Gesamtsituation zu Beginn des Jahres 2019 als (eher) schlecht ein, rund 40 Prozent der MVZ haben das Geschäftsjahr 2017 mit einem Verlust abgeschlossen. Während Vertragsarzt-MVZ mehrheitlich einen Gewinn erwirtschafteten (84,4 Prozent), konnten nur 47 Prozent der Krankenhaus-MVZ sowie die Hälfte der MVZ mit anderen Trägern bzw. Trägerkombinationen das Jahr mit einem Gewinn abschließen.

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12. Februar 2021

Keine Nachholeffekte bei ambulanten Behandlungsfällen im dritten Quartal 2020 nach deutlichem Rückgang in der ersten Pandemiewelle

Nach dem deutlichen Einbruch der Behandlungsfallzahlen mit dem Beginn der ersten Corona-Pandemiewelle im März 2020 hat sich die Inanspruchnahme vertragsärztlicher und vertragspsychotherapeutischer Leistungen erst gegen Ende Mai allmählich wieder erholt. Im Juni deuteten sich Nachholeffekte an. Auswertungen der Frühinformation zum dritten Quartal zeigen nun, dass substanzielle Nachholeffekte, die die Verluste aus der ersten Jahreshälfte hätten kompensieren können, nicht zu erkennen sind.

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12. Februar 2021

Spätestens im April mit flächendeckenden Impfungen in Arztpraxen beginnen, ansonsten droht „Impfstau“

Schon im März könnte die Kapazität der Impfzentren in Deutschland nicht mehr ausreichen, um alle verfügbaren Dosen gegen das COVID-19-Virus zu verimpfen. Schon dann, spätestens aber im April, müsse mit flächendeckenden Impfungen in den Arztpraxen begonnen werden. Ansonsten würde ab Mai eine Impflücke von wöchentlich mindestens drei Millionen unverimpften Dosen entstehen. Diese könnte bis Juli sogar auf etwa 7,5 Millionen pro Woche anwachsen. Das resultiert insbesondere aus der zusätzlichen Verfügbarkeit des AstraZeneca-Impfstoffs.

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3. Februar 2021

Ärztliche Leistungen zur Früherkennung mit Pandemiebeginn eingebrochen, im dritten Quartal keine Nachholeffekte

Die KBV und das Zi haben erneut einen eindringlichen Appell an die Politik gerichtet, zügig über die dringend benötigte Weiterführung eines umfassenden Schutzschirms für die 102.000 Praxen in Deutschland zu entscheiden. Dieser müsse auch Präventionsleistungen und alle extrabudgetären Leistungen umfassen, forderte der KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Andreas Gassen. Auch mit Blick auf die seit Beginn der Corona-Pandemie drastisch eingebrochenen Leistungszahlen zur Früherkennung seien weitere Stützungsmaßnahmen für die Praxen dringend geboten.

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14. Januar 2021

Verspätet gemeldete COVID-19-Fälle erschweren regionale Vergleichbarkeit und effektives Pandemie-Management

Durch verzögerte Meldungen von COVID-19-Fällen durch die Gesundheitsämter an das Robert-Koch-Institut (RKI) fehlen diese Daten bei der Berechnung der Sieben-Tage-Inzidenz. Hierdurch wird die regionale Vergleichbarkeit der Daten verzerrt. Zudem kann die Aussagefähigkeit dieser zentralen Kennzahl für bestimmte Kreise systematisch beeinträchtigt sein, wenn es um die im Infektionsschutzgesetz oder in Verordnungen festgelegten Grenzwerte für Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie geht. Dadurch wird ein effektives Pandemie-Management beeinträchtigt.

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