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Versorgungsforschung wird geografisch: Bessere Versorgung durch regionale Vergleiche?

10. Oktober 2011 in Berlin

Anlass

Die kartografische Darstellung von Ergebnissen der Versorgungsforschung gewinnt international an Bedeutung. Auslöser waren Analysen zu „small area variations“ in der medizinischen Versorgung. Geografische Analysen dienen auch der Planung von Versorgungsstrukturen. Heute existieren verschiedene Gesundheits- und Versorgungsatlanten. Trotz großer Unterschiede in Methodik und  Betrachtungsweise eint sie ein Ziel: durch räumliche Transparenz Struktur und Qualität der medizinischen Versorgung zu verbessern.

Thema

Wie unterschiedlich ist die medizinische Versorgung in Deutschland, was bedeuten die Unterschiede und welcher Handlungsbedarf resultiert daraus? Auf Karten sind komplexe Informationen einfach darzustellen. Gesundheits- und Versorgungsatlanten können so Wissenschaft, Entscheidungsträger und interessierte Laien an einen Tisch bringen. Mit der Chance für mehr Orientierung besteht die Gefahr von Fehlschlüssen, wenn methodische Regeln der Analyse und Darstellung verletzt werden.

Ziel

Zum Start des Webportals www.versorgungsatlas.de wollen wir mit Ihnen diskutieren: Was kann und sollte auf Karten dargestellt werden? Welche ergänzenden Informationen sind notwendig, um durch Karten mehr Orientierung über die Versorgung zu erhalten? Führen regionalisierte Kennzahlen zu besseren Entscheidungen der Vertragspartner im Gesundheitswesen und können sie die Partizipation für Ärzte, Patienten, Versicherte und Bürger erhöhen? Was können wir vom Ausland lernen? Welches gesundheitspolitische Potenzial besteht darin, räumliche Kennzahlen in einem methodisch vereinheitlichten Portal zu sammeln? Welchen Beitrag kann www.versorgungsatlas.de in Deutschland leisten?