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Sektorenübergreifende Vergütung – Chimäre oder bald schon Realität?

12. Juni 2018 in Berlin

Anlass

Zusammenarbeit ausbauen und Vernetzung im Gesundheitswesen stärken sind hochaktuelle Aufgaben. Der Koalitionsvertrag sieht vor, dass hierzu eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe eingerichtet wird, die bis zum Jahr 2020 Vorschläge für die Weiterentwicklung zu einer sektorenübergreifenden Versorgung des stationären und ambulanten Systems im Hinblick auf Bedarfsplanung, Zulassung, Honorierung, Kodierung, Dokumentation, Kooperation der Gesundheitsberufe und Qualitätssicherung unter Berücksichtigung der telematischen Infrastruktur vorlegen soll. Noch in der laufenden Amtsperiode könnte die Bundesregierung somit weitreichende Entscheidungen zur sektorenübergreifenden Vernetzung auf den Weg bringen.

Thema

Was die ambulante und stationäre Versorgung trennt, wird in erheblichem Umfang durch die Vergütung definiert. Wer das Kooperationspotenzial ausloten will, muss hier ansetzen. Ein IGES-Gutachten, das im Auftrag des Zi bestehende Unterschiede in der ambulanten und stationären Vergütungsstruktur analysiert hat, liefert einen ersten Diskussionsbeitrag und unterbreitet Weiterentwicklungsvorschläge. Die Ergebnisse wurden im Rahmen des Zi-Forums vorgestellt und anschließend mit Vertretern aus Politik und gemeinsamer Selbstverwaltung diskutiert.