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Workshop „Daten vernetzen – bessere Versorgung?“ mit internationalen Experten aus Australien

22./23. Juni 2017 in München

Chancen und Herausforderungen für Bayern und Deutschland

Die Versorgungsforschung mit Routinedaten hat sich in den letzten zehn Jahren dramatisch schnell entwickelt. Was wir wissen ist, dass die medizinische Versorgung im Alltag mit der Medizin unter Laborbedingungen nicht vergleichbar ist. Durch regionale Rahmenbedingungen, unterschiedliche Wissensstände und individuelle Verhaltensmuster gibt es in der medizinischen Patientenversorgung bei den Prozessen und Outcomes große Divergenzen.

Auch wenn Licht und Schatten hier nahe beieinanderliegen, bietet sich hier ein großes Verbesserungspotenzial. Der Schlüssel dazu liegt in den Daten – Sekundärdaten aus der Versorgungsroutine, Primärdaten aus epidemiologischen Erhebungen, Befragungsdaten oder Daten aus Gesundheits-Apps und anderen digitalen Anwendungen –, die uns Hinweise auf Handlungsbedarf und Gestaltungsoptionen geben können. Sie entstehen in immer größerem Umfang, können aber von der Versorgungsforschung noch nicht ausreichend genutzt werden. Deshalb wird weltweit bereits an Vernetzungskonzepten gearbeitet.

Um international anschlussfähig zu bleiben, muss auch in Deutschland ein rechtlicher und institutioneller Rahmen für die Nutzung vernetzter Daten geschaffen werden. Die Bayerische Staatsregierung hat mit ihrer Initiative zur Schaffung eines Bayerischen Gesundheitsdatenzentrums einen ersten Schritt gemacht. Bei der weiteren Ausgestaltung kann ein Blick ins Ausland helfen. Mit dem Population Health Research Network (PHRN) bietet Australien ein Erfolgsmodell für die Vernetzung unterschiedlicher Datenquellen für die Versorgungsforschung. Wie viel davon lässt sich auf den deutschen Kontext übertragen? Welche konkreten Schritte sind notwendig, um auch in Deutschland eine systematische Zusammenführung von Daten für die Versorgungsforschung zu ermöglichen? Diese und weitere Fragen haben wir in einem Expertenworkshop unter Beteiligung nationaler und internationaler Fachleute diskutiert.