Zi insights

Schnelle Vermittlung von Facharztterminen im Kreuzfeuer der Gesundheitspolitik

virtuell

Nach Empfehlungen der FinanzKommission Gesundheit (FKG) plant die Bundesregierung aktuell die Abschaffung der Finanzierung für die schnelle Terminvergabe in Vertragsarztpraxen. Begründet wird dies unter anderem damit, dass die im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vor sechs Jahren festgelegten Regelungen bislang nicht zu einer Verkürzung der durchschnittlichen Wartezeiten geführt hätten.  

Eine aktuelle Datenauswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) zeigt jedoch, dass rund 62 Prozent der über Hausärztinnen und Hausärzte vermittelten Facharzttermine innerhalb von vier Tagen vergeben werden. Die spezifischen Regelungen zur beschleunigten Terminvergabe, der Hausarzt-Facharzt-Vermittlungsfall (HAFA) und die Vermittlung über die Terminservicestellen (TSS) der Kassenärztlichen Vereinigungen werden gezielt eingesetzt und leisten insbesondere bei komplexeren Krankheitsverläufen einen wichtigen Beitrag zur Steuerung der ambulanten Versorgung. Die im GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz geplante Streichung der Vergütungszuschläge würde genau jene Patientengruppe treffen, die besonders auf eine rasche und koordinierte Versorgung angewiesen ist.

Bei „Zi insights“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Politik, Ärzteschaft und kassenärztlicher Versorgung, welche Bedeutung die strukturierte Terminvermittlung für die ambulante Versorgung hat und warum HAFA und TSS gerade angesichts steigender Versorgungsbedarfe und begrenzter Kapazitäten als wirksame Steuerungsinstrumente erhalten und weiterentwickelt werden sollten.

Programm  (PDF, öffnet in neuem Tab)

Hinweis: Die ursprünglich für Mai geplante Ausgabe von „Zi insights“ zum Innovationsfonds-Projekt „OrthoKids” haben wir aufgrund der aktuellen gesundheitspolitischen Entwicklungen kurzfristig thematisch neu ausgerichtet. 

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