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Wissenschaftspreis

Das Zi schreibt jährlich den mit 7.500 Euro dotierten Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ aus. Mit dem Preis zeichnen wir überdurchschnittlich gute Arbeiten auf dem Gebiet der Versorgungsforschung aus, die sich der Untersuchung regionaler Unterschiede widmen.

Preisträger 2018

Das Begutachtungsverfahren der Einreichungen zum Zi-Wissenschaftspreis 2018 ist abgeschlossen. Der mit 7.500 Euro dotierte Preis wird 2018 zu gleichen Anteilen an zwei Bewerber vergeben. Die diesjährigen Preisträger sind:

Melissa Spoden von der Technischen Universität Berlin mit der Arbeit "Amputationen der unteren Extremität in Deutschland – Regionale Analyse mit Krankenhausabrechnungsdaten von 2011 bis 2015"; sowie

PD Dr. Andreas Kühnl und Koautoren von der Technischen Universität München und der LMU München mit der Arbeit "Spatial Analysis of Hospital Incidence and in Hospital Mortality of Abdominal Aortic Aneurysms in Germany: Secondary Data Analysis of Nationwide Hospital Episode (DRG) Data".

Die Beiträge werden voraussichtlich im März 2019 im Versorgungsatlas unter www.versorgungsatlas.de veröffentlicht. Die feierliche Übergabe der Urkunden an die Preisträger ist auf dem Zi-Congress Versorgungsforschung im Juni 2019 in Berlin vorgesehen.

Preisträger 2017

Boris Kauhl ist der Preisträger 2017 des mit 5.000 Euro dotierten Zi-Wissenschaftspreises „Regionalisierte Versorgungsforschung“. Mit dem Preis würdigt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der regionalbezogenen Versorgungsforschung. Mit seiner Studie zur kleinräumigen Verteilung der Hypertonie (Bluthochdruck) und assoziierten, bevölkerungsbasierten Risikofaktoren in Nordost-Deutschland konnte Kauhl die Jury überzeugen.

Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi, überreichte den Preis im Rahmen der Zi-Konferenz Versorgungsforschung am 14. September in Berlin. „Das Besondere der Arbeit ist unter anderem, dass sie neben demografischen Variablen, sozial benachteiligte Regionen und das Berufspendeln als Einflussgrößen auf Ebene der Gemeinden und Ortsteile einbezieht. Hinzu kommt die sehr gute Wahl der genutzten statistischen Methoden und Modelle, die zuverlässige und realitätsnahe Aussagen zu spezifischen Krankheitsrisiken ermöglichen“, lobte von Stillfried die Arbeit des Preisträgers. Kauhl konnte etwa nachweisen, dass Berufspendler rund um Berlin, Neubrandenburg und Schwerin ein erhöhtes Risiko haben, an Hypertonie zu erkranken.

Boris Kauhl, Jahrgang 1984, ist Geograph und Fachberater der AOK Nordost im Bereich Analysen und ärztliche Versorgung. Er promoviert aktuell an der Universität Maastricht.

Foto: Dr. Dominik von Stillfried und Boris Kauhl

Preisträger 2016

Der Zi-Wissenschaftpreis 2016 ging an Dr. Jan Bauer von der Universität Frankfurt und Andres Luque Ramos von der Universität Oldenburg. Sie wurden für ihre herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der regionalisierten Versorgungsforschung ausgezeichnet. Der insgesamt mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im Januar 2017 in Berlin verliehen.

Weitere Informationen zu den Preisträgern 2016