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Bessere vertragsärztliche Versorgung durch Delegation und Kooperation mit Gesundheitsberufen

9. November 2022 von 15:00 - 18:00 Uhr als Livestream

Anlass

Nichtärztliche medizinische Berufsbilder haben in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. So sind in der vertragsärztlichen Versorgung die Aufgaben- und Kompetenzbereiche der „Medizinischen Fachangestellten“ (MFA) durch die Einführung der „Versorgungsassistent:innen in der Hausarztpraxis“ (VERAH), der „Nichtärztlichen Praxisassistent:innen“ (NäPa) oder der „Physician Assitants“ (PA) deutlich gestärkt worden. Die drei Koalitionsparteien SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP haben nun im Koalitionsvertrag angekündigt, für die Jahre 2021 bis 2025 zusätzlich das neue Berufsbild der „Community Health Nurse“ (CHN) zu implementieren. Noch müssen allerdings viele wichtige Fragen im Hinblick auf die Umsetzung des neuen Berufsbilds geklärt werden. Insbesondere muss diskutiert und entschieden werden, wie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen, bereits bestehenden nichtärztlichen Gesundheitsberufen, der Ärzteschaft und dem Öffentlichen Gesundheitsdienst ausgestaltet sein muss, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.

Ziel

Im ersten Teil der Tagung haben wir einen Überblick über etablierte nichtärztliche Gesundheitsberufe und die bereits umgesetzte Delegation innerhalb der vertragsärztlichen Versorgung vermittelt. Gleichzeitig wurden die nichtärztlichen Berufsbilder aus Sicht der Ärzteschaft und der Fachberufe eingeordnet sowie Erfahrungsberichte aus dem Ausland einbezogen.

Im weiteren Verlauf standen diese Kernfragen im Fokus: Welche bestehenden Kooperations- und Delegationsstrukturen im ambulanten Gesundheitswesen laufen bereits erfolgreich? Wie können diese gestärkt bzw. sinnvoll erweitert werden? In welcher Form können und müssen Ärzteschaft, nichtärztliche medizinische Fachberufe und Öffentlicher Gesundheitsdienst dabei zukünftig enger zusammenarbeiten? Wie können Zuständigkeitsbereiche deutlich voneinander abgegrenzt werden, um Patientinnen und Patienten das geeignete Versorgungsangebot klar zu vermitteln? Welche politischen Entscheidungen sind für eine erfolgreiche Umsetzung neuer Kooperations- und Delegationsstrukturen in der ambulanten Versorgung erforderlich?