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Zur Zukunft nicht-ärztlicher Berufsbilder – Perspektive der ambulanten Versorgung

4. Mai 2022 | ACHTUNG geänderte Uhrzeit: 18:30 - 19:30 Uhr (statt 17:00 - 18:00 Uhr) | Livestream

Die drei Koalitionsparteien SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP haben im Koalitionsvertrag für die Jahre 2021 bis 2025 die Schaffung eines neuen Berufsbildes „Community Health Nursing“ angekündigt. In Ländern, in denen dieses Berufsbild bereits etabliert ist, sind Community Health Nurses vor allem im Bereich des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, aber auch in der patientennahen Primärversorgung in Zusammenarbeit mit Ärzt:innen tätig. In beiden Tätigkeitsfeldern gibt es eindeutige  Schnittstellen speziell zur hausärztlichen Versorgung. Zudem wird diskutiert, ob Community Health Nurses dort Aufgaben übernehmen könnten, wo künftig Ärzt:innen fehlen.

Das Zi hat daher im Februar 2022 ein Fokusgruppeninterview mit sieben Hausärzt:innen der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt durchgeführt und diskutiert, wie Community Health Nurses die ärztliche Praxis unterstützen könnten. Dabei wurde deutlich, dass viele potenzielle Aufgaben von Community Health Nurses bereits durch die zu Versorgungsassistent:innen in der Hausarztpraxis (VERAH), bzw. zu nicht-ärztlichen Praxisassistent:innen (NäPa) fortgebildeten Medizinischen Fachangestellten (MFA) erfüllt werden. Auch andere neuere Berufsbilder wie die Physician Assistants schaffen bereits aktuell Entlastung in den Arztpraxen. Welche Implikationen eine Einführung auf die hausärztliche Versorgung hätte, ob und ggf. wie die Ausgestaltung der Community Health Nurses arztentlastend wirken könnte, wurde im Rahmen dieser Veranstaltung thematisiert und mit Expert:innen aus Politik, Praxis und dem Publikum diskutiert.