Zentralinstitut - Springe direkt:

Pressemitteilungen des Zi

16. Oktober 2018

TSVG und Bedarfsplanung: ein ungedeckter Scheck?

 „Offenbar plant die Bundesregierung, den Zugang der gesetzlich Versicherten zur Versorgung durch Kinderärzte, Internisten und Psychiater auf Kosten der niedergelassenen Ärzte zu verbessern“, sagt Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorsitzender der KBV und des Zi. Das Zi weist mit einer Simulationsrechnung darauf hin, dass durch einen geplanten Wegfall der Zulassungsbeschränkungen für diese drei Fachrichtungen ein erheblicher finanzieller Mehrbedarf entstehen kann, der nach bisherigem Stand des Gesetzentwurfs nicht von den Krankenkassen finanziert werden soll.

Pressemitteilung


17. September 2018

Zi fördert vier Forschungsprojekte

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) fördert im Jahr 2018 vier Forschungsprojekte mit insgesamt rund 250.000 €. Die Förderung ist Teil des Stiftungsprogramms. Das Zi lädt jedes Jahr Wissenschaftler dazu ein, sich mit eigenen Forschungsvorhaben an einer Ausschreibung zu beteiligen.

Pressemitteilung


11. Juli 2018

Update 2018: Kodier-Manual Infektanfälligkeit und Immundefekt

Das Zi hat ein Update des Kodier-Manuals zu Infektanfälligkeit und Immundefekt herausgegeben. Anlass für die Aktualisierung sind Anpassungen der internationalen Einteilung primärer Immundefekte, die den seltenen Erkrankungen zuzurechnen sind. Mit dem Manual wird Vertragsärzten eine Hilfe an die Hand gegeben, um sich in der zum Teil unübersichtlichen Struktur der ICD-10 schnell zu Recht zu finden. Der Stand des Updates entspricht der aktuellen Fassung der ICD-10-GM für 2018.

Pressemitteilung


9. Juli 2018

Studie untersucht Versorgung von MS-Patienten – Hausärzte und Neurologen sind wichtige Ansprechpartner

Eine Multiple Sklerose (MS) geht mit zum Teil schwerwiegenden Begleit- und Folgeerkrankungen einher, weshalb MS-Patienten eine Reihe von verschiedenen Arztgruppen aufsuchen müssen. Die Wissenschaftler des Versorgungsatlas haben erstmals in einer deutschlandweiten Studie den Versorgungsbedarf von MS-Patienten bei Vertragsärzten untersucht und die Unterschiede mit Hilfe einer Vergleichsgruppe dargestellt. Datengrundlage waren die bundesweiten vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Jahre 2010 bis 2016.

Pressemitteilung


25. Juni 2018

Medizinischer Notfall? Neue Software schafft Klarheit

Wohin soll ich gehen, wenn ich akute Beschwerden habe? Vor dieser Frage stehen Patienten, wenn sie ärztliche Hilfe benötigen. Ein Anruf beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 schafft Klarheit und wird bald aufgrund einer neuen Software noch zielgenauer sein. Anhand der Software werden dem Patienten Fragen gestellt und seine Beschwerden eingeschätzt. Die Software namens SmED (Strukturiertes medizinisches Ersteinschätzungsverfahren für Deutschland) dient zur Unterstützung der Disponenten und kann überall dort eingesetzt werden, wo hilfesuchende Patienten vorstellig werden, so zum Beispiel auch in Bereitschaftspraxen.

Pressemitteilung


21. Juni 2018

5 Sprechstunden extra lösen kein Problem – Zi untersucht Arbeitszeiten in Praxen

Der Koalitionsvertrag fordert mehr Sprechstunden von den niedergelassenen Ärzten. Derzeit sind Vertragsärzte verpflichtet, persönlich mindestens 20 Stunden wöchentlich in Form von Sprechstunden zur Verfügung zu stehen. Künftig sollen es mindestens 25 Wochenstunden sein. Laut Zi liegen die Betriebszeiten, zu denen ein Arzt in der Praxis anwesend ist, jedoch bereits bei durchschnittlich 38,8 Wochenstunden. Rund 92 Prozent der Praxen gaben Betriebszeiten von 25 Stunden und mehr pro Woche an. In den meisten Praxen, so das Ergebnis, wird die Forderung des Koalitionsvertrags nach mehr Stunden bereits übererfüllt.

Pressemitteilung


7. Juni 2018

Medikamentöse Versorgung bei rheumatoider Arthritis – am besten, wenn Haus- und Facharzt gemeinsam behandeln

Mit welchen Medikamenten werden Patienten behandelt, bei denen erstmals eine rheumatoide Arthritis (RA) festgestellt wurde? Diese Frage untersucht eine Studie des Zi. RA ist eine chronische, systemische Autoimmunerkrankung, die durch eine Entzündung der Gelenkinnenhäute (Synovialitis) gekennzeichnet ist. Unzureichend behandelt, führt die Erkrankung zu einer fortschreitenden Schädigung der Gelenkstrukturen einschließlich einer Organbeteiligung.

Pressemitteilung


16. Mai 2018

MVZ: Ein Drittel versorgt mit Verlusten

Etwa jedes dritte (32 Prozent) Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) musste im Jahr 2016 finanzielle Verluste hinnehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuell veröffentlichte Untersuchung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Pressemitteilung


2. Mai 2018

Medizin wird ambulanter: neue Methode bestätigt Trend

Das Zi weist mit dem neu entwickelten Sektorenindex (SIX) nach, dass die medizinische Versorgung immer ambulanter wird. Demnach ist bundesweit in den Jahren 2010 bis 2014 die in Anspruch genommene ambulante Versorgungsleistung um 6 Prozent gestiegen, während gleichzeitig die Bettenbelegungstage im Krankenhaus um 5 Prozent zurückgegangen sind.

Pressemitteilung


25. April 2018

Wie Ärzte und Psychotherapeuten ihre wirtschaftliche Situation einschätzen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) befragte Vertragsärzte und Psychotherapeuten, wie sie ihre wirtschaftliche Situation einschätzen. Insgesamt bewerteten 72 Prozent der befragten Vertragsärzte ihre Situation als „gut“ bis „sehr gut“. Je nach Fachgebiet zeigten sich allerdings zum Teil sehr große Unterschiede. Auffallend ist, dass die aktuelle wirtschaftliche Lage nahezu durchgehend deutlich besser bewertet wurde als die Erwartungen in die Zukunft.

Pressemitteilung


18. April 2018

Ausschreibung Zi-Wissenschaftspreis 2018: Regionale Unterschiede in der medizinischen Versorgung

Einsendeschluss 17. August 2018, Preisgeld 7.500 Euro
Je nachdem, wo und von wem Patienten behandelt werden, unterscheidet sich die medizinische Versorgung. Diesen Unterschieden geht die regionale Versorgungsforschung auf den Grund. Das Zi schreibt aktuell zum inzwischen siebten Mal den Zi-Wissenschaftspreis zur regionalen Versorgungsforschung aus, mit dem exzellente wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet ausgezeichnet werden.

Pressemitteilung


10. April 2018

Statement zu Äußerungen des GKV-Spitzenverbands gegenüber der Deutschen Presse-Agentur

Laut Medienberichten erklärte der Pressesprecher des GKV-Spitzenverbands Florian Lanz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: „Aus den Portemonnaies der Beitragszahler erhält im Durchschnitt jede Arztpraxis 380.000 Euro pro Jahr. Für das viele Geld kann man eine Mindestsprechstundenzahl von 25 Stunden pro Woche wohl kaum als übertrieben bezeichnen.“ Hierzu erklärt Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi: „Der GKV-Spitzenverband versucht gezielt, ein falsches Bild zu erwecken. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen im Durchschnitt keine 380.000 Euro pro Jahr an jede Arztpraxis."

Pressemitteilung


22. März 2018

Statement zum Arztreport BARMER Hamburg: Hamburg Spitzenreiter bei Arztkosten. Als Ursache wird Arztdichte und Apparatemedizin vermutet.

Hierzu erklärt Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi: „Auf der einen Seite die ambulanten Kosten hervorzuheben, aber auf der anderen Seite die Krankenhausinanspruchnahme auszublenden, ist nicht sachgerecht und erweckt einen falschen Eindruck. Gerade Hamburg gehört zu den Städten, in denen im Verhältnis zu anderen Regionen relativ wenige Krankenhausfälle anfallen, eben aufgrund der breit aufgestellten ambulanten Angebote.“

Pressemitteilung


1. Februar 2018

Statement zur Forderung des GKV-Spitzenverbands, dass Ärzte mindestens 30 Stunden pro Woche für GKV-Versicherte aufwenden sollten.

Hierzu erklärt Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi: „Vertragsärzte widmen sich pro Woche im Durchschnitt 35,8 Stunden gesetzlich versicherten Patienten, sodass die Forderung des GKV-Spitzenverbands bereits mehr als erfüllt ist. Auf Privatpatienten entfallen 5,8 Stunden in der Woche, dies entspricht in der Größenordnung etwa auch dem Anteil der Versicherten in der Bevölkerung. Insofern wird ein Scheinargument in die politische Diskussion eingebracht, das an der Versorgungsrealität vorbeigeht. Die ohnehin hohe Regeldichte würde unnötig erweitert."

Pressemitteilung


Ihr Ansprechpartner