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07. April 2011

Weniger Antibiotika-Verordnungen in Deutschland seit 2007

Die Verordnungsmengen von Antibiotika sind seit 2007 leicht gesunken. Sie haben nicht – wie oft behauptet –zugenommen. Dieses Ergebnis ermittelte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi). Das Zi hat zum Weltgesundheitstag, der im Zeichen der Strategien gegen Antibiotika-Resistenzen steht, anhand der bundesweiten Rezeptabrechnungsdaten 2007 bis 2010 das Verordnungsverhalten der ambulanten Vertragsärzte untersucht.

Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstandsmitglied des Zi stellt fest: „Die Behauptung, die Verordnungsmenge von Antibiotika nehme in Deutschland stetig zu, können wir nicht bestätigen. Unsere Analyse zeigt, dass in den letzten vier Jahren kein zunehmender Trend bei der Verordnungsmenge von Antibiotika zu beobachten ist. Im Gegenteil: die Verordnungsmengen in Tagesdosen (DDD) sind von 2007 bis 2010 leicht gesunken.“

Einzelheiten der Analyse des Zi sind dem beigefügten Fact-Sheet zu entnehmen.

Pressemitteilung mit Fact-Sheet

Word Health Day 2011: Antimicrobial resistance and its global spread