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18. November 2011

Grippeimpfungen – im Westen Deutschlands noch Aufholbedarf

Die Deutschen sind bei der Grippeimpfung nach wie vor zurückhaltend. Dies bestätigen Auswertungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi), die aktuell unter www.versorgungsatlas.de veröffentlicht wurden. Insgesamt ließen sich im Winter 2008/2009 nur 41 % der Personen, für die eine Grippeimpfung empfohlen wird, impfen.

Insbesondere in den alten Bundesländern besteht Aufholbedarf. In vielen Landkreisen der neuen Bundesländer hingegen liegen die Impfraten nahe am Impfziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Eine Grippe ist eine schwere Erkrankung mit zum Teil lebensbedrohlichen Folgen und nicht zu verwechseln mit einer einfachen Erkältung, begleitet von Naselaufen und Husten. Insbesondere ältere Menschen und Personen mit chronischen Erkrankungen sollten sich gemäß Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) jährlich zum Beginn der kalten Jahreszeit gegen Grippe impfen lassen. Mit dem Aufruf „Gib Viren und Bakterien keine Chance!“ werben die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung aktuell im Rahmen ihrer Präventionsinitiative 2011 auch für die Teilnahme an der Grippeimpfung und stellen den Arztpraxen hierfür Informationsmaterial zur Verfügung.

Das Webportal www.versorgungsatlas.de existiert seit Ende August 2011. Unter dem Motto „Informieren, Diskutieren, Handeln“ gibt die Website Einblick in Daten zur medizinischen Versorgung und deren Auswertungen. In Diskussionsforen kann jeder Beitrag öffentlich diskutiert werden.