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Glossar

Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)

Der Einheitliche Bewertungsmaßstab, in Fachkreisen meist EBM abgekürzt, bezeichnet ein Gebührenordnungsverzeichnis, nach dem ambulante Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden. Der Bewertungsausschuss definiert diese Leistungen und legt eine Abrechnungsziffer fest. Außerdem bestimmt er jeweils eine Punktzahl für jede Leistung. Die Punktzahlen setzen die Leistungen untereinander in ein Verhältnis und sind maßgeblich für die Höhe der ärztlichen Vergütung.

Evidenzbasierte Medizin (EbM)

Die evidenzbasierte Medizin ist eine methodisches Verfahren, um medizinische Entscheidungssituationen soweit möglich anhand von gesicherten Fakten, etwa klinischen Studien, vorzunehmen. In der praktischen Anwendung wird dieses Wissen mit der ärztlich-klinischen Erfahrung des Arztes kombiniert. Ziel ist es, die Lebensqualität und -dauer von Patienten zu maximieren und dabei den Forschritt der Medizin nach kritischer Bewertung in das eigene Handeln als Arzt einfließen zu lassen.

Fertigarzneimittel

Fertigarzneimittel sind gemäß § 4 Arzneimittelgesetz (AMG) Arzneimittel, die im Voraus hergestellt und in einer zur Abgabe an den Verbraucher bestimmten Packung in den Verkehr gebracht werden. Fertigarzneimittel werden als Marktsegment von den so genannten Rezepturen abgegrenzt. Dies sind nach ärztlichen Vorgaben individuell hergestellte Arzneimittel, wie etwa spezielle Hautsalben oder Krebstherapien.

Festbetrag

Festbeträge sind Erstattungshöchstpreise der GKV nach § 35 Sozialgesetzbuch (SGB) V. Sofern für ein Fertigarzneimittel ein Festbetrag vereinbart wurde, wird in den Auswertungen des Rx-Trendberichts als Abgabepreis (Brutto) der Festbetrag als obere Grenze berücksichtigt.

Festbetragsmarkt

Als Festbetragsmarkt gelten alle Fertigarzneimittel, für die nach der Stammdatei Plus des GKV-Arzneimittelindex (aktueller Stand) ein Festbetrag nach § 35 SGB V vereinbart wurde. Festbeträge werden für Fertigarzneimittel aus pharmakologisch oder therapeutisch vergleichbaren Gruppen gebildet. Über die Festsetzung der Festbetragsgruppen entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss.

Früherkennung

Alle gesetzlich Versicherten haben ab dem Alter von 35 Jahren im Abstand von zwei Jahren Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung chronischer Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ II oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Gesundheits-Check-up, Screening).

Ab einem jeweils festgelegten Alter haben Frauen und Männer Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen bestimmter Krebserkrankungen.
Die Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9 sowie J1 sollen die gesunde kindliche Entwicklung sicherstellen.