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Glossar

DIMDI

DIMDI ist die Abkürzung des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information. Seine Aufgabe ist es, Informationen für das Gesundheitswesen zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören Datenbanken für Arzneimittel und Medizinprodukte sowie Systeme zur gesundheitsökonomischen Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien.

Das DIMDI gibt auch deutsche Versionen von international gebräuchlichen Klassifikationen und Schlüssel heraus. Einer davon ist die ICD-10 (International Classification of Diseases, Version 10), mit deren Hilfe die Diagnosen kodiert werden, etwa auf Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen. Das DIMDI gehört zum Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit, hat seinen Sitz in Köln und wurde 1969 gegründet.

Disease-Management-Programme (DMP)/Strukturierte Behandlungsprogramme

Disease Management bezeichnet strukturierte Behandlungspläne für chronisch kranke Patienten mit dem Ziel, deren Lebensqualität zu verbessern und Spätfolgen gering zu halten. Patienten mit bestimmten Krankheitsbildern werden anhand standardisierter Vorgaben behandelt. Wird beispielsweise festgestellt, dass ein Patient an Diabetes leidet, ergeben sich aus der Diagnose vorgegebene Behandlungsschritte.

Um chronisch Kranke zu attraktiveren Versicherten zu machen, hat der Bundestag per Gesetz beschlossen, dass die Krankenkassen für sieben Volkskrankheiten Disease-Management-Programme auflegen: Diabetes, Erkrankungen der Herzgefäße, Herzinsuffizienz, Asthma, Schlaganfall, Bluthochdruck und Brustkrebs. Die Mehrzahl wurde mittlerweile realisiert.