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Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen in der ambulanten Versorgung – Aktuelle und zukünftige Herausforderungen

20. November 2018 in Berlin

Anlass

Psychische Erkrankungen und Störungen im Kindes- und Jugendalter stehen immer wieder im Zentrum des Interesses von Medien und Öffentlichkeit. Dies gilt insbesondere für ADHS. Medien positionieren ihre Schlagzeilen zwischen „Ist Ritalin ein Wundermittel oder Kokain für Kinder?“ (t-online.de, 26.01.2018) und „Ritalin ist bei ADHS eine wichtige Therapiemöglichkeit“ (NZZ, 03.07.2018). Der Zi-Versorgungsatlas sieht seine vorrangige Aufgabe darin, mit epidemiologischen und regional vergleichenden Analysen die Versorgungslage in Deutschland auf wissenschaftlicher Grundlage abzubilden. Das Augenmerk richtet sich vor allem auf unerwünschte Versorgungsunterschiede in den Regionen. Mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse auf der Internetplattform www.versorgungsatlas.de soll eine fachlich fundierte Diskussion angeregt werden, die idealerweise positive Impulse für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den deutschen Regionen zur Folge hat.

Thema

Eines der Kernthemen des Versorgungsatlas im Jahr 2018 war die Untersuchung der Häufigkeit und Versorgung psychischer Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter im ambulanten Sektor in Deutschland und deren Entwicklung in der zurückliegenden Dekade. Das Team des Versorgungsatlas hat dazu auf der Fachtagung aktuelle Daten aus der ambulanten Versorgungslandschaft vorgestellt. Zu Wort kamen die an der Versorgung psychischer Erkrankungen beteiligten ärztlichen Berufsverbände und Fachgesellschaften. Anhand der Versorgungsrealität und der aktuellen Herausforderungen bei der Versorgung psychisch erkrankter Kinder wurden Handlungsoptionen für die Praxis zu diskutiert.