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Presseinformationen

1. Dezember 2022

Neuer Paragraf 115f SGB V Durchbruch zur mehr Ambulantisierung stationärer Leistungen? // Vergütungsexperten fordern pragmatischen Einstieg sowie Neubewertung der Leistungen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat gestern Abend im Rahmen seines Livestreaming-Formats „Zi insights“ mit Gesundheitsökonomen diskutiert, wie eine sektorengleiche Vergütung gestaltet werden könnte und welche Auswirkungen die Einführung einer neuen einheitlichen Vergütungssystematik vermutlich haben wird.

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10. November 2022

Fachkräftemangel stellt Gesundheitssysteme vor große Herausforderungen im Personalmanagement // „Mehr Delegation und Kooperation notwendig, um Reichweite ambulanter Versorgung zu erhöhen und rare ärztliche Ressourcen noch effizienter einzusetzen“

„Über Delegation und Kooperation können Praxen die rare Ressource Arztzeit noch effizienter für die Behandlung der Patientinnen und Patienten einsetzen. Gleichzeitig können sie damit ihre Erreichbarkeit erhöhen, um einem steigenden Versorgungsbedarf gerecht zu werden. Das Modell der Zukunft ist das der Teampraxis, in der sich unterschiedliche Gesundheitsberufe entsprechend ihrer Kompetenzen und Erfahrung optimal ergänzen.“ Dies sagte der Vorstandsvorsitzende Zi, Dr. Dominik von Stillfried, gestern Abend zusammenfassend im Rahmen des Zi-Forums zu Potenzialen einer besseren vertragsärztlichen Versorgung durch Delegation und Kooperation mit Gesundheitsberufen.

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8. November 2022

2021 mehr als 12.000 NäPA in Vertragsarztpraxen angestellt // Beschäftigungsschwerpunkt in hausärztlichen Einzelpraxen // Zi-Chef: „Vergütungsmöglichkeit ausweiten, Delegationsrahmen schärfen“

Nichtärztliche medizinische Berufsbilder gewinnen in der ambulanten Versorgung zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund hat das Zi die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) in der Zeit von Mai bis Juli 2022 per standardisiertem Fragebogen nach der Anzahl, der Verteilung und der Vergütung für die nichtärztlichen Praxisassistent:in (NäPA) befragt. Insgesamt waren 2021 rund 12.000 zur NäPA qualifizierte Mitarbeitende in rund 10.000 Vertragsarztpraxen beschäftigt. Während 2016 gut 6.700 Praxen eine NäPA beschäftigt hatten, waren es im Jahr 2021 bereits über 9.600. Bei den meisten Praxen handelt es sich um Hausarztpraxen.

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27. Oktober 2022

„Research in Health Services and Regions“ lobt Preis für Nachwuchswissenschaftler:innen aus // Regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung im Fokus // Dotierung beträgt 1.000 Euro

Die Bedeutung und Ursachen geografischer Unterschiede in der medizinischen Versorgung finden bisher nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit bei den Fachzeitschriften. Das von Springer Nature veröffentlichte Journal „Research in Health Services and Regions“ (RHSR) versucht nun, diese Lücke zu schließen. Die vom Zi geförderte Fachzeitschrift für regionalisierte Versorgungsforschung wendet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen, die Beiträge für die Sammlung „Designing the Future through Understanding the Past and the Present: Emerging Researchers Take on Regional Variation in Health Care“ einreichen wollen.

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20. Oktober 2022

Vertragsärzt:innen bestätigen: Streichung der Neupatientenregelung wird gesetzlich Versicherten den Zugang zur ambulanten Behandlung erschweren und Praxen belasten

Expert:innen diskutierten bei „Zi insights“ Effekte der Neupatientenregelung für die medizinische Versorgung von Erkrankten. Vor allem neu erkrankte Patient:innen mit erhöhtem Behandlungs- und Zeitbedarf seien von einer Abschaffung der Regelung betroffen.

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29. September 2022

Vorschlag der Regierungskommission gleicht einem Arbeitsbeschaffungsprogramm für Medizinjuristen, die Patientinnen und Patienten werden davon nicht profitieren

Die im Mai 2022 von Bundesgesundheitsminister Lauterbach vorgestellte „Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung“ hat am Dienstag ihre zweite Stellungnahme und Empfehlung vorgelegt. Diesmal stand die „Tagesbehandlung im Krankenhaus zur kurzfristigen Entlastung der Krankenhäuser und des Gesundheitswesens“ im Fokus.

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27. September 2022

Zi-Daten belegen: Zahl der Neupatientenfälle im ersten Quartal 2022 so hoch wie nie seit Einführung der Neupatientenregelung

„Das Zi hat aktuell alle vertragsärztlichen Abrechnungsdaten ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Im ersten Quartal 2022 war die Zahl der Neupatientenfälle mit 27,1 Millionen so hoch wie noch nie seit Einführung der Regelung im Mai 2019. Auch 2021 war die Zahl der Neupatientenfälle mit insgesamt 101,1 Millionen deutlich höher als 2020 (92,8 Millionen) und höher als 2019 (99,2 Millionen). Der Einbruch im Jahr 2020 reflektiert die insgesamt niedrige Inanspruchnahme des Gesundheitssystems während der ersten Corona-Pandemiewelle. Diese war ganz eindeutig auf die Auswirkungen der Kontaktbeschränkungen und Infektionsbefürchtungen der Versicherten zurückzuführen."

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20. September 2022

Gemeinsames Konzept zur sektorengleichen Vergütung soll Gesundheitswesen bedarfsgerechter und effizienter machen

Ein Konsortium bestehend aus dem Hamburg Center for Health Economics (HCHE) der Universität Hamburg, der Technischen Universität Berlin (TU Berlin), dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi), dem Deutschen Krankenhausinstitut (DKI) und dem BKK Dachverband hat gemeinsam ein Konzept zur Stärkung der sektorengleichen Versorgung in Deutschland erarbeitet. Ziel ist es, sektorengleiche Leistungen, also solche, die sowohl ambulant als auch stationär erbringbar sind, unabhängig vom Ort der Behandlung gleich zu vergüten.

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15. September 2022

Zahl der Neuerkrankungen von Asthma 2013-2019 um 28 Prozent gesunken // Kinder in Ostdeutschland mit erhöhtem Erkrankungsrisiko für Neurodermitis und Heuschnupfen

Die Inzidenz der chronischen, entzündlichen Atemwegserkrankung Asthma bronchiale ist zwischen 2013 und 2019 bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland um 28 Prozent zurückgegangen. Im Folgejahr 2020, dem ersten Jahr der COVID-19-Pandemie, zeigte sich ein weiterer, aber deutlich stärkerer Rückgang als in den Vorjahren. Konkret ging die jährliche Anzahl an Neuerkrankungen pro 1.000 gesetzlich versicherter Kinder und Jugendlicher von 11,7 im Jahr 2013 auf 8,4 im Jahr 2019 zurück. Von 2019 auf 2020 wurde eine stark überproportionale Abnahme (2020: 5,9 Neuerkrankungen je 1.000 Versicherte) beobachtet.

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15. September 2022

Statement zum Orientierungswert im Erweiterten Bewertungsausschuss

Gestern Nachmittag ist in Berlin das Ergebnis des Schiedsspruchs zum Orientierungswert im Erweiterten Bewertungsausschuss bekanntgegeben worden. Hierzu erklärt der Vorstandsvorsitzende Zi, Dr. Dominik von Stillfried: „Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat mit seinem Beschluss gegen die Stimmen der Ärzteschaft den Orientierungswert, also die Preiskomponente der ärztlichen Leistungen, um zwei Prozent weiterentwickelt. Die nun festgelegte Anpassung reicht noch nicht einmal aus, um die Mehrkosten durch die Tariflohnsteigerung in den Praxen im vergangenen Jahr auszugleichen."

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13. September 2022

Statement zur dritten Runde der Honorarverhandlungen zwischen der KBV und dem GKV-Spitzenverband sowie zum Argumentationspapier und Faktenblatt des GKV-Spitzenverbands zur Vergütung vertragsärztlicher Leistungen

„Die Argumentation des GKV-Spitzenverbands blendet die Kostenentwicklung in den Praxen aus, die insbesondere durch Personalaufwendungen beschleunigt werden. Nach aktuellen Auswertungen des Zi-Praxis-Panels (ZiPP) sind die Gesamtaufwendungen der Praxen 2017 bis 2020 um 13,3 Prozent gestiegen. Die Ausgaben für Personal haben im gleichen Zeitraum sogar um 19 Prozent zugenommen. Zudem darf nicht ignoriert werden, dass die Inflationsrate doppelt so hoch ausfällt wie im Vorjahr."

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8. September 2022

Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Medien diskutieren Transformationspfade der Gesundheitsversorgung // „Echtzeit-Surveillance aus Akut- und Notfallversorgung öffnet neue Potenziale für Pandemie- und Versorgungsmanagement“

Die Corona-Pandemie ist zwar noch nicht beendet. Ein Rückblick auf die letzten zweieinhalb Jahre erlaubt es aber, Lösungsstrategien in den Blick zu nehmen, mit denen ähnlichen Herausforderungen in der Zukunft begegnet werden kann. Die Pandemie fällt – zumindest in den Industriestaaten – in eine Phase der Gesundheitspolitik, bei der die Frage im Vordergrund steht, wie Benachteiligungen beim Zugang zur medizinischen Versorgung beseitigt werden können.

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7. September 2022

Presse-Statement zu den bundesweiten Aktionstagen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte

Ab heute finden bundesweite Aktionstage niedergelassener Ärztinnen und Ärzte gegen die geplante Streichung der Neupatientenregelung statt. 2019 war diese zusammen mit einer erhöhten Sprechstundenzeit im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eingeführt worden. Sie diente als Anreiz für Arztpraxen, mehr Termine für Menschen anzubieten, die einer erstmaligen Behandlung in der Praxis bedürfen. Hierzu erklärt der Vorstandsvorsitzende des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried.

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1. September 2022

Statement zur Gesetzesinitiative für die Einrichtung bundesweiter Gesundheitskioske

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat gestern die Eckpunkte einer Gesetzesinitiative zur Einrichtung bundesweiter Gesundheitskioske vorgestellt. Danach sollen in ganz Deutschland neue Beratungsangebote für Patient:innen in sozial benachteiligten Regionen aufgebaut werden. Langfristig sollen 1.000 Gesundheitskioske von den Kommunen initiiert werden. Geplant ist unter anderem, dass die neuen Einrichtungen eng mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) kooperieren sollen. Hierzu erklärt der Vorstandsvorsitzende des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried:

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25. August 2022

Inzidenz der Parkinson-Diagnosen 2013-2019 um bis zu 30 Prozent gesunken // Deutlicher Rückgang bundesweit und geschlechterübergreifend in allen Altersgruppen ab 50 Jahren

Ungeachtet der dynamisch fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Häufigkeit neu aufgetretener Parkinson-Diagnosen in den ärztlichen Abrechnungsdaten in Deutschland in den Jahren 2013 bis 2019 um bis zu 30 Prozent zurückgegangen. Während die Inzidenz im Mittel über alle Altersgruppen im Jahr 2013 noch bei 168 pro 100.000 Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Altersbereich ab 50 Jahren lag, sank dieser Wert bis 2019 auf 122 ab.

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24. August 2022

Polymedikation besondere Herausforderung für niedergelassene Ärzt:innen // Optimierte Arzneimitteltherapie kann Patientensicherheit erhöhen // „Digitale Schnittstellen helfen, Kommunikationslücken beim Medikationsprozess effizient zu überbrücken“

Das Zi hat gestern Abend im Rahmen seines Livestreaming-Formats „Zi insights“ aktuelle Daten zur Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) vorgestellt und mit den digital zugeschalteten Gästen die besonderen Herausforderungen der Polymedikation für die ambulante Praxis diskutiert. Von Multi- bzw. Polymedikation spricht man bei Patient:innen, die dauerhaft fünf oder mehr unterschiedliche Arzneimittel einnehmen.

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4. August 2022

Fast 94 Prozent der COVID-19-Patient:innen nur in einem Quartal in vertragsärztlicher Behandlung // Hohe Diagnoseprävalenz im Süden und Westen Deutschlands // Bedeutender Beitrag der Arztpraxen zur Versorgung von COVID-19-Patient:innen in ganz Deutschland

In der ersten Corona-Pandemiewelle sowie in der anschließenden Abklingphase von Januar bis September 2020 sind in Deutschland 285.000 Patient:innen mit laborbestätigter COVID-19-Diagnose vertragsärztlich behandelt worden. Hinzu kamen fast 170.000 ambulant versorgte Patient:innen mit epidemiologisch gesicherter Diagnose ohne Labornachweis und unabhängig von der klinischen Symptomatik. 93,5 Prozent der COVID-19-Patient:innen sind in nur einem Quartal, 6,1 Prozent in zwei Quartalen sowie 0,4 Prozent in allen drei Quartalen 2020 bei gleichzeitiger Codierung der Diagnose COVID-19 vertragsärztlich versorgt worden.

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3. August 2022

Erste Ergebnisse aus Zi-Praxis-Panel zur wirtschaftlichen Lage der Arzt- und Psychotherapiepraxen 2017-2020 veröffentlicht

Das in den letzten Jahren ohnehin eher schwache Einnahmenwachstum der 102.000 Arzt- und Psychotherapiepraxen hat sich zuletzt weiter abgeschwächt. 2020 lag es bei lediglich 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den beiden Jahren zuvor hatte dieser Wert noch bei 3,8 bzw. 3,7 Prozent gelegen. Insgesamt sind die Praxiseinnahmen von 2017 bis 2020 um 10,5 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum sind jedoch die Gesamtaufwendungen um 13,3 Prozent angewachsen.

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27. Juli 2022

Pläne der Bundesregierung zur Abschaffung der Neupatientenregelung werden Kassenpatient:innen den Zugang zu ärztlicher Versorgung erschweren

Die mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) eingeführten Maßnahmen zur Förderung von Arztterminen für Neupatient:innen haben die gewünschte Wirkung gezeigt. Dies teilte Dr. Dominik von Stillfried, Vorstandsvorsitzender des Zi, nach einer aktuellen Auswertung der ärztlichen Abrechnungsdaten das Jahres 2021 mit. „Unsere Auswertung zeigt, dass im vierten Quartal 2021 mehr Neupatient:innen behandelt wurden als im vierten Quartal 2019, obwohl die ärztlichen Behandlungskapazitäten in diesen zwei Jahren eher weniger als mehr geworden sind.“

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14. Juli 2022

Dr. Dominik von Stillfried, Vorstandsvorsitzender des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), äußert sich zum Positionspapier „Community Health Nurse“ des Deutschen Pflegerats vom 13. Juli 2022:

„Der Pflegerat geht in seinem Positionspapier von falschen Prämissen aus. Einerseits verkennt er die Leistung der Hausarztpraxen in der Primärversorgung. Mehr als 55.000 Hausärztinnen und Hausärzte haben, unterstützt durch mehr als 135.000 Medizinische Fachangestellte, im vierten Quartal 2021 mehr als 57,6 Mio. gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten betreut. Das sind nahezu 80 Prozent aller gesetzlich Versicherten. Mit mehr als 12.000 besonders qualifizierten, nichtärztlichen Praxisassistent:innen (NÄPAs) und Versorgungsassistent:innen in der Hausarztpraxis (VERAHs) haben die Hausarztpraxen bereits nahezu flächendeckend eine aufsuchende Versorgungsstruktur geschaffen, die insbesondere der Betreuung chronisch Kranker und immobiler Patientinnen und Patienten dient und in anderen Ländern zum Beispiel durch Community Health Nurses wahrgenommen wird.“

Komplettes Statement


8. Juli 2022

Ausbildungsquote in vertragsärztlicher Versorgung mit 42 Prozent hoch // Bewerbungsquote zu niedrig // „Zeitnahe Aktualisierung der Ausbildungsordnung besonders wichtig“

42 Prozent der Praxen und Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) in Deutschland bilden derzeit aus. Ein substanzielles Hindernis für die Ausbildung ist die schwierige Bewerbungslage: In fast der Hälfte der Praxen und MVZ waren im Schnitt nicht einmal die Hälfte der Bewerbungen je Ausbildungsstelle geeignet. Häufige Ausbildungsabbrüche verschärfen den Personalmangel und erhöhen den Aufwand in den Praxen zusätzlich. Das Zi hat hierzu eine Erhebung zur „Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten (MFA) in Praxen und Einrichtungen der vertragsärztlichen Versorgung“ durchgeführt.

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1. Juli 2022

Wissenschaftliche Zeitschrift „Research in Health Services & Regions“ bietet Forschenden offenes Forum für Wissenstransfer

„Research in Health Services & Regions – Methods, Results, Implementation“ – so heißt das neue englischsprachige Zeitschriftenformat des Springer-Nature Verlags, das eine Angebotslücke im Bereich der regionalisierten Versorgungsforschung schließen möchte. Die erste Ausgabe, die drei Fachartikel umfasst, ist soeben online erschienen. Das Journal wird vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) gefördert.

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29. Juni 2022

Zi-Vorstandsvorsitzender Dr. Dominik von Stillfried zu den gestern vorgestellten Eckpunkten eines Gesetzes zur GKV-Finanzreform

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hat gestern vor der Presse die Eckpunkte eines Gesetzes zur GKV-Finanzreform vorgestellt. Geplant ist unter anderem, die 2019 im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) vorgesehenen höheren Vergütungen ersatzlos zu streichen. Mit diesen sollten die niedergelassenen Ärzt:innen Termine für Neupatient:innen schaffen.

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24. Juni 2022

Telefonische Ersteinschätzung über die 116117 dokumentiert: Arztpraxen stehen bereits mitten in der Corona-Sommerwelle

Seit Juni 2022 erlebt Deutschland wieder einen Anstieg der Infektionen mit dem COVID-19-Virus. Da in den RKI-Meldedaten nur positive PCR-Tests erfasst sind, ist nach Meinung von Expert:innen von einer hohen Zahl nicht erfasster Fälle auszugehen. Der Grund: Nicht alle Infizierte lassen einen PCR-Test machen. Diese Erfassungslücke kann zumindest teilweise durch die Daten der medizinischen Ersteinschätzungen der Patientenservice-Nummer 116117 geschlossen werden, die das Zi regelmäßig auswertet. Diese geben deutschlandweit täglich aktuelle Informationen zu den akuten Beschwerden, mit denen sich Hilfesuchende an die bundeseinheitliche Rufnummer des Patientenservice wenden.

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13. Juni 2022

Vertragsärztliche Versorgung mit leichtem Plus gegenüber 2019 // Früherkennungsuntersuchungen trotz COVID-19-Pandemie über Niveau von 2019 // Deutlich mehr Psychotherapien

Anders als im stationären Bereich sind die Gesamtfallzahlen in der ambulanten Versorgung im Pandemiejahr 2021 im Vergleich zu 2019 mit 0,9 Prozent leicht angestiegen. Der Zuwachs war im vierten Quartal über alle Fachgruppen hinweg mit 7,8 Prozent besonders stark; im dritten Quartal lag dieser Wert bereits bei 1,7 Prozent. Im ersten Halbjahr 2021 hatte die vertragsärztliche Inanspruchnahme noch 2,8 Prozent unter dem Niveau der vorpandemischen Vergleichsperiode gelegen.

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9. Juni 2022

Zwei Studien prämiert: Ausbreitungsdynamik der zweiten COVID-19-Welle, regionale Versorgungsplanung vertragsärztlicher Leistungen

Das Zi hat heute zwei herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung regionaler Unterschiede in der Gesundheitsversorgung ausgezeichnet. Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ wird jährlich vom Zi vergeben. Die prämierten Arbeiten werden im Versorgungsatlas veröffentlicht. Aufgrund des Votums der externen wissenschaftlichen Gutachter wurde der Preis geteilt.

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5. Mai 2022

Hausärzt:innen sehen Community Health Nursing ohne direkte Anbindung an Arztpraxen kritisch // Zi stellt Ergebnisse aus Fokusgruppeninterview vor

Das Zi hat gestern Abend im Rahmen seines Livestreaming-Formats „Zi insights“ erste Ergebnisse eines Fokusgruppeninterviews zur hausärztlichen Perspektive auf das nicht-ärztliche Berufsbild „Community Health Nurse“ vorgestellt. Im Koalitionsvertrag von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP für die Jahre 2021 bis 2025 ist die Implementierung dieses in Deutschland noch neuen Berufsbildes in die medizinische Versorgung vorgesehen.

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2. Mai 2022

KV-App-Radar nimmt auch Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in den Fokus // Erstes Gutachten zur DiGA velibra veröffentlicht

Das Zi hat sein digitales Informationsportal zu Gesundheits-Apps heute für alle Interessierten geöffnet. Der KV-App-Radar ist seit November 2020 online. Bislang war die umfassende Nutzung der Website www.kvappradar.de lediglich registrierten Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen vorbehalten. Ab sofort haben alle User:innen die Möglichkeit, nach sämtlichen in App-Stores gehosteten Gesundheits-Apps und DiGA zu recherchieren sowie sich zu verwandten Themen und Funktionen der jeweiligen Anwendung zu informieren. Die Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zur Bewertung bleiben weiterhin auf die registrierten Nutzer:innen beschränkt.

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27. April 2022

Zi schreibt „Projektförderung Versorgungsforschung 2022“ aus

Das Zi stellt im Rahmen seiner jährlichen Förderinitiative 250.000 Euro für Forschungsprojekte bereit. Unterstützt werden Projekte aus dem Gesundheitswesen, die spezifischen Themenblöcken zugeordnet werden können, wie z. B. COVID-19 und Arzneimittelversorgung. Zudem besteht auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit, Projekte in einem themenoffenen Bereich zu beantragen.

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22. April 2022

Fast 88 Millionen Corona-Impfungen in Arztpraxen seit April 2021

Seit Beginn der nationalen Impfkampagne in Arztpraxen im April 2021 haben die niedergelassenen Haus- und Fachärzt:innen fast 88 Millionen Impfungen gegen das COVID-19-Virus verabreicht. Bis gestern waren es 87,86 Millionen Impfungen gegen SARS-CoV-2 in den Praxen. In den Impfzentren und Betrieben sind seit Dezember 2020 insgesamt 87,56 Millionen COVID-19-Impfungen vorgenommen worden, in Apotheken seit Dezember 2021 lediglich gut 47.000.

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12. April 2022

Regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung im Fokus // Preis mit 7.500 Euro dotiert // Bewerbungsfrist bis 4. Oktober 2022

Das Zi schreibt zum nunmehr elften Mal den Zi-Wissenschaftspreis zur regionalen Versorgungsforschung aus. Der Preis würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten zur Erforschung regionaler Unterschiede in der Gesundheitsversorgung. Der Preis ist mit insgesamt 7.500 Euro dotiert, die Bewerbungsfrist endet am 4. Oktober 2022.

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7. April 2022

Europäische Perspektive macht deutlich: Notaufnahmen von weniger schweren Fällen entlasten, Gestaltungsspielräume nutzen

In einem digitalen Forum „Akutfälle in der Notfallversorgung – In die richtige Versorgungsebene steuern“ hat das Zi gestern Nachmittag mit nationalen und internationalen Expert:innen Perspektiven der Steuerung von Akut- und Notfallpatient:innen diskutiert. Demnach wird in allen Industrieländern aktuell nach Lösungen gesucht, wie Hilfesuchende zur richtigen Zeit an den richtigen Behandlungsort geführt werden können.

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31. März 2022

Vertragsärzt:innen und Kliniken für Ausweitung des ambulanten Operierens // Unterschiedliche Ansätze zur Vergütungssystematik

Deutschland weist bei der Ambulantisierung sektorengleicher Leistungen im internationalen Vergleich noch Optimierungspotential auf. Dies zeigte eine wissenschaftliche Ausarbeitung der Technischen Universität Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Reinhard Busse. Vertragsärzt:innen und Krankenhäuser würden dieses Potential gerne heben und wünschen sich eine Erweiterung des Umfangs ambulant erbringbarer Leistungen. Beide Seiten würden grundsätzlich gerne mehr ambulant operieren, sehen als Haupthemmnis aber vor allem eine unzureichende Vergütung und den Fachkräftemangel.

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21. März 2022

Zi zum Lieferengpass bei Tamoxifen zur Brustkrebstherapie

Nach Berechnungen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) sind mindestens 100.000 Patient:innen vom derzeitigen Lieferengpass bei tamoxifenhaltigen Arzneimitteln zur Brustkrebstherapie betroffen. Diese hatten den Wirkstoff im dritten Quartal 2021 erhalten. Um die Zahl der Betroffenen zu ermitteln, hat das Zi die Arzneiverordnungsdaten für alle gesetzlich Versicherten im Jahr 2021 und aus dem Januar 2022 ausgewertet.

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18. März 2022

Vertragsärzt:innen impfen weiter mit Hochdruck gegen das COVID-19-Virus

Trotz sinkender Nachfrage unter den Patient:innen haben die niedergelassenen Haus- und Fachärzt:innen in der letzten Woche fast 660.000 Impfungen gegen SARS-CoV-2 in den Arztpraxen vorgenommen. In der Vorwoche waren es noch 641.000 Corona-Impfungen, über die gesamte Impfkampagne hinweg 85,4 Millionen. 25.212 Praxen mit 49.152 Vertragsärzt:innen beteiligen sich in der letzten Woche an der Impfkampagne, davon 1.934 Praxen mit Kinderimpfungen. Zu Spitzenzeiten im Dezember 2021 waren es ca. 42.000 Praxen mit etwa 83.000 Vertragsärzt:innen. Das zeigt die Skalierbarkeit der Praxen in der Impfkampagne in Abhängigkeit der Patient:innen-Nachfrage

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17. März 2022

Zi verleiht Innovationspreise für „Ausgezeichnete Gesundheit 2022“

Das Zi hat gestern Abend drei herausragende Modelle der ambulanten Versorgung mit dem Titel „Ausgezeichnete Gesundheit 2022“ prämiert. Insgesamt zehn regionale Projekte hatten sich um die Innovationspreise in den Kategorien Versorgung digital, Versorgung in der Pandemie und Versorgung kreativ beworben. Über die Vergabe der Auszeichnungen hatten die gut 400 im Allianz Forum in Berlin-Mitte Anwesenden sowie digital zugeschalteten Gäste aus Politik, Ärzteschaft und Forschung unmittelbar nach den jeweils vierminütigen Projekt-Statements per Liveabstimmung virtuell abgestimmt.

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16. März 2022

Datenauswertung über die Patientenservice-Nummer 116117 bildet ambulante Akut- und Notfälle nahezu in Echtzeit ab // „Neues Informationssystem Quantensprung für die Versorgungsforschung“

Das Zi stellt ab sofort unter https://smed.ziapp.de bundesweit aggregierte Auswertungen der medizinischen Ersteinschätzungen bereit, die über die Patientenservice-Nummer 116117 ausgeführt worden sind. Damit stehen erstmals deutschlandweit Informationen zu den Symptomen für die Inanspruchnahme der Akut- und Notfallversorgung in monatlicher und wöchentlicher Auflösung öffentlich zur Verfügung.

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14. März 2022

Machbarkeitsstudie liefert pragmatische Lösungen zur Reform der Notfallversorgung

Eine aktuelle Machbarkeitsstudie der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und des RoMed Klinikums Rosenheim unter Beteiligung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) präsentiert Lösungen für eine sachgerechte Steuerung von Akutpatient:innen, zur wirksamen Entlastung von Notaufnahmen und damit zu einer effizienteren Notfallversorgung in der Zukunft.

Medieninformation und Mitschnitt des Online-Pressegesprächs


23. Februar 2022

Vertragsärzt:innen impfen weiter mit hohem Einsatz gegen das COVID-19-Virus

Trotz sinkender Nachfrage unter den Patient:innen haben die niedergelassenen Haus- und Fachärzt:innen in der letzten Woche etwa 787.000 Impfungen gegen SARS-CoV-2 in den Arztpraxen vorgenommen. In der Vorwoche waren es 936.000 Corona-Impfungen, über die gesamte Impfkampagne hinweg 83,2 Millionen.

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16. Februar 2022

Über 70 Prozent der Praxen verzeichnen erhöhte Arbeitsbelastung durch Omikron-Virusvariante // 94 Prozent der Vertragsärzt:innen mit Immunitätsnachweis // Jede dritte Praxis befürchtet Versorgungseinschränkungen bei einrichtungsbezogener Impfpflicht

Nach einer aktuellen Blitzumfrage unter niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten verzeichnen 71 Prozent der teilnehmenden Haus- und Facharztpraxen in Deutschland eine erhöhte Arbeitsbelastung durch das Auftreten der SARS-CoV-2-Variante Omikron. Bei den Hausärzt:innen sind es 84 Prozent, bei den Fachärzt:innen gut die Hälfte. Als Gründe hierfür werden insbesondere ein höherer Kommunikationsbedarf durch die COVID-19-Schutzmaßnahmen, ein gestiegenes Corona-Testaufkommen sowie der krankheitsbedingte Ausfall von Praxispersonal angegeben.

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8. Februar 2022

Post-COVID-Patient:innen leiden häufig unter zahlreichen körperlichen und psychischen Vorerkrankungen // Mehrheit der Betroffenen kann abschließend von Hausärzt:innen versorgt werden

Das Zi hat ein neues virtuelles Dialogformat gestartet, mit dem aktuelle Studienergebnisse aus dem Bereich der Versorgungsforschung vorgestellt und öffentlich diskutiert werden. Das Livestreaming-Format „Zi insights“ hatte gestern Abend seine Premiere mit einer aktuellen Studie zum Post-COVID-Syndrom und dessen Folgen für die ambulante Versorgung. Das Zi konnte in einer Auswertung der vertragsärztlichen Abrechnungsdaten für das zweite Quartal 2021 zeigen, dass mehr als 97 Prozent der Patient:innen mit Post-COVID-Syndrom im Jahr 2020 bereits in vertragsärztlicher Behandlung waren.

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27. Januar 2022

Datenauswertung über die 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes spiegelt COVID-19-Infektionsgeschehen nahezu in Echtzeit // „Auch bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen steht der ambulante Schutzwall sicher vor den Kliniken“

Das Zi hat eine neue Datenquelle für die Surveillance von Infektionserkrankungen erschlossen. Hierzu sind gesundheitliche Beschwerden, die im Rahmen des Serviceangebots der Rufnummer 116117 für Akutfälle dokumentiert sind, systematisch ausgewertet worden. Darunter fallen unter anderem Atembeschwerden, Erkältung, Halsschmerzen, Husten und Schluckbeschwerden. Die im Zuge der strukturierten medizinischen Ersteinschätzung über die 116117 gewonnenen Assessments zu akuten respiratorischen Erkrankungen (ARE) zeigen, dass dieser Indikator sehr gut geeignet ist, um das Ansteigen von Infektionswellen abzubilden.

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13. Januar 2022

Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen seit 2016 leicht rückläufig // Sinkende Prävalenz bei Frauen // Höhere Erkrankungslast im ländlichen Raum

Trotz der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung ist die Anzahl der Morbus Parkinson-Diagnosen in Deutschland seit 2016 leicht zurückgegangen. Während die bundesweiten Fallzahlen der Parkinson-Krankheit seit 2010 von 360.000 Patient:innen kontinuierlich angestiegen waren und 2016 mit knapp 400.000 Betroffenen den Höchststand erreicht hatten, sind diese Zahlen seitdem kontinuierlich gesunken. 2019 lag der Wert nur noch bei gut 380.000 Erkrankten.

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