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Deutsches Forschungspraxennetz (DFPN)

Versorgungsforschung 2.0

Bei der Versorgungsforschung im Gesundheitswesen mit Routinedaten wurden in den letzten Jahren in Deutschland erhebliche Fortschritte erzielt. Jedoch zeigt sich zunehmend, dass Versorgungsstudien auf dieser Datenbasis oft Fragen aufwerfen, die mit den verfügbaren Daten nicht beantwortet werden können. Um die Versorgungsrealität besser beurteilen zu können, sind weitere insbesondere klinische oder gesondert patientenbezogen dokumentierte  Informationen (Primärdaten) erforderlich. Im Rahmen des DFPN soll die Versorgungsforschung zur ambulanten Versorgung durch die strukturierte Erhebung und Auswertung von Primärdaten ergänzt werden.

Forschungsinfrastruktur

Forschungspraxennetze bieten eine wichtige Infrastruktur zur koordinierten Erhebung von Daten aus der ambulanten Versorgung. Sie bieten damit eine Grundlage für die Durchführung von Studien zur Versorgungsrealität oder klinischen Studien unter den Bedingungen der ambulanten Versorgung. Darüber hinaus werden Forschungspraxen auch zur Vermittlung von Impulsen in der Verbesserung der Versorgungsqualität sowie zur Erhöhung der Berufszufriedenheit für teilnehmende Praxisinhaber und deren Mitarbeiter gesehen.

Bestehende Forschungspraxennetze fokussieren in der Regel auf die hausärztliche Versorgung  oder einheitliche fachspezifische Praxisnetze. Das DFPN soll als dauerhafte, fachgebietsübergreifende Forschungsinfrastruktur zur Lösung bestehender methodischer und praktischer Probleme in der Versorgungsforschung sowie in der klinischen Forschung mit Blick auf die ambulante Versorgung etabliert werden.

Fragstellungen

Die Fragen, die im DFPN beantwortet werden sollen, beziehen sich unter anderem auf die Patientensicherheit, Patientenbedürfnisse, Zeitaufwendung und Kommunikation zwischen Patient und Arzt, Behandlungsverläufe, Probleme und Fragestellungen im Zusammenhang mit diagnostischen Prozessen, Therapieentscheidungen sowie die Kooperation zwischen dem ambulanten und stationärem Sektor. In den Fachmodulen „Polypharmazie“ bzw. „Chronische Erkrankungen“ werden weitergehende Fragen zur Arzneimittelverordnungen und Arzneimitteltherapiesicherheit sowie zur Umsetzung von Leitlinienempfehlungen bei chronischen Krankheiten untersucht.

Ziele

Etablierung einer dauerhaften, fachgebietsübergreifenden Forschungsinfrastruktur

  • Lösung bestehender methodischer und praktischer Probleme

    • in der Versorgungsforschung sowie
    • in der klinischen Forschung in der ambulanten Versorgung

  • Synergetische Nutzung von Primär- und Sekundärdaten
  • Berücksichtigung der Forschungsergebnisse zur Bedeutung regionaler Unterschiede in den Versicherten- und Versorgungstrukturen in Deutschland: Repräsentation unterschiedlicher Versorgungssituationen in Deutschland durch die Lokalisation der dezentralen Zentren des DFPN
  • Berücksichtigung der Vielfalt an beteiligten Fachrichtungen in der ambulanten Versorgung

 

 

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Ziel

Etablierung einer dauerhaften, fachgebietsübergreifenden Forschungsinfrastruktur

Start

2018