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Wissenschaftspreis

Das Zi schreibt jährlich den mit 5.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ aus. Mit dem Preis zeichnen wir überdurchschnittlich gute Arbeiten auf dem Gebiet der Versorgungsforschung aus, die sich der Untersuchung regionaler Unterschiede widmen.

Die nächste Ausschreibung erfolgt im Februar 2018.

Weitere Informationen finden Sie unter www.versorgungsatlas.de

Preisträger 2017

Boris Kauhl ist der Preisträger 2017 des mit 5000 Euro dotierten Zi-Wissenschaftspreises „Regionalisierte Versorgungsforschung“. Mit dem Preis würdigt das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus dem Bereich der regionalbezogenen Versorgungsforschung. Mit seiner Studie zur kleinräumigen Verteilung der Hypertonie (Bluthochdruck) und assoziierten, bevölkerungsbasierten Risikofaktoren in Nordost-Deutschland konnte Kauhl die Jury überzeugen.

Dr. Dominik von Stillfried, Geschäftsführer des Zi, überreichte den Preis im Rahmen der Zi-Konferenz Versorgungsforschung am 14. September in Berlin. „Das Besondere der Arbeit ist unter anderem, dass sie neben demografischen Variablen, sozial benachteiligte Regionen und das Berufspendeln als Einflussgrößen auf Ebene der Gemeinden und Ortsteile einbezieht. Hinzu kommt die sehr gute Wahl der genutzten statistischen Methoden und Modelle, die zuverlässige und realitätsnahe Aussagen zu spezifischen Krankheitsrisiken ermöglichen“, lobte von Stillfried die Arbeit des Preisträgers. Kauhl konnte etwa nachweisen, dass Berufspendler rund um Berlin, Neubrandenburg und Schwerin ein erhöhtes Risiko haben, an Hypertonie zu erkranken.

Boris Kauhl, Jahrgang 1984, ist Geograph und Fachberater der AOK Nordost im Bereich Analysen und ärztliche Versorgung. Er promoviert aktuell an der Universität Maastricht.

Foto: Dr. Dominik von Stillfried und Boris Kauhl