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Herzinsuffizienz - mit leitliniengerechter Versorgung nicht schlapp machen!

Anlass

Im Rahmen des Projekts Versorgungsatlas wurde im Februar 2014 eine Analyse des Zentralinstituts (Zi) zur Herzinsuffizienz abgeschlossen, bei der sich anhand von Daten der ambulanten kassenärztlichen Versorgung in Deutschland sowohl Hinweise auf regionale als auch auf genderbezogene Versorgungsunterschiede darstellten. In diesem Zusammenhang stellen sich einerseits Fragen zu den methodischen Möglichkeiten, die Qualität der Versorgung der Herzinsuffizienz durch Routinedaten erfassen zu können. Andererseits ergeben sich Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Versorgungsqualität. Diese und weitere Aspekte der Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz wie z. B. sektorenübergreifende Versorgung oder Polypharmazie sollen auf der Fachtagung thematisiert werden.

Thema

Die Versorgung von Patienten mit Herzinsuffizienz stellt eine Aufgabe mit wachsender Bedeutung für das Gesundheitsversorgungssystem dar. Europaweit leiden mehr als 10 Millionen Menschen an einer chronischen Herzinsuffizienz, daneben gibt es eine vergleichbare Zahl von asymptomatischen Patienten mit systolischer kardialer Dysfunktion. Herzinsuffizienz zählt heute zu den häufigsten Gründen für eine Einweisung ins Krankenhaus. Bisherige Studien identifizierten verschiedene Prädiktoren für die Hospitalisierungs- und Rehospitalisierungsrate. Art, Intensität und Qualität der ambulanten Versorgung kommen bei der Patientenversorgung eine zentrale Rolle zu.

Ziel

Auf der Fachtagung mit Workshop-Charakter sollen Möglichkeiten und Grenzen bei der Nutzung von Routinedaten und die sich aus dieser Art der Versorgungsforschung ergebenden Perspektiven für die Behandlung der Herzinsuffizienz in Deutschland interdisziplinär diskutiert werden.

Dokumentation