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Zi-Diagnosen-Portal

Aufgabenstellung

Seit der Einführung des Gesundheitsfonds gelten Diagnosen als eine Bemessungsgrundlage für die Zuweisungen aus dem Fonds an die Krankenkassen.

Diagnosen kodieren niedergelassene Ärzten nach dem internationalem Standard der ICD-10 GM. Wie genau und übereinstimmend für die Arztabrechnung kodiert wird, ist entscheidend für die finanzielle Zuteilung aus dem Gesundheitsfonds und letztendlich für die Ausstattung der einzelnen Vertragsarztpraxis.

Für die Kassenärztlichen Vereinigungen ist es daher immens wichtig, in Bezug auf gestellte und abgerechnete Diagnosen regionale Unterschiede und zeitliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und die Plausibilität der Diagnosen in der Abrechnung untersuchen zu können.

Ergebnisse

2007 schuf das Zi das interne Portal „KV-Diagnosenstatistik“ (Zi-Diagnosen-Portal) für die Kassenärztlichen Vereinigungen. Auf der Basis von bundesweiten Abrechnungsdaten bietet dieses Informations- und Rückmeldesystem behandlungsfallbezogene Jahresstatistiken der häufigsten Diagnosen nach Arztgruppen und patientenbezogene Diagnosenstatistiken.

Jede Kassenärztliche Vereinigung kann dort ihre eigenen, in dieser Form aufbereiteten Daten einsehen – in einem Ranking mit den übrigen Kassenärztlichen Vereinigungen und im Vergleich zu den bundesweiten Daten.

Auf Anfrage können auch Vertragsärzte und wissenschaftliche Einrichtungen Diagnosenstatistiken erhalten.

Das Zi hat das Diagnosen-Portal um folgende Abfragemöglichkeiten erweitert:

  • Darstellung der Diagnosen auf der Ebene der terminalen ICD-10-Kodes sowohl in der patienten- wie in der behandlungsfallbezogenen Diagnosenstatistik
  • Darstellungen der Diagnosen der behandlungsfallbezogenen Diagnosenstatistik nach 5-Jahres-Altersgruppen und Geschlecht
  • Darstellung der Diagnosen nach frei wählbaren Altersgruppen und nach Geschlecht sowohl in der patienten- wie in der behandlungsfallbezogenen Diagnosenstatistik
  • umfangreiche Exportmöglichkeiten der Portalinhalte im Excel-Format.

Die Statistiken sollen unter anderem ergänzt werden um

  • die Darstellung von gemeinsam auftretenden Erkrankungen (Komorbiditäten)
  • und Vergleiche von Krankheitshäufigkeiten auf der Basis von Studien (Prävalenzvergleiche, erste Ausarbeitung hierzu liegt als Poster vor).

Geplant sind auch Mitarbeiter-Schulungen zum Umgang mit dem umfassenden Informationssystem.

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Im Überblick

Ziel

Analyse von Plausibilität der Diagnosen in der ärztlichen Abrechnung

Laufzeit

seit 2007

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