Zentralinstitut - Springe direkt:

29. März 2017

Zi erweitert Panel-Angebot auf Zahnärzte

Entscheidende Unterstützung bei Honorarverhandlungen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) weitet seine jährlichen Erhebungen auf Zahnarztpraxen aus und unterstützt auch diese Berufsgruppe mit fundamentalen Daten bei den Honorarverhandlungen. Für das Zahnärzte-Praxis-Panel ZäPP hat das Zi eine Vereinbarung mit der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein (KZVNR) geschlossen.

„Wir erhoffen uns entscheidende Aussagen zur wirtschaftlichen Lage, zur zahnärztlichen Arbeitszeit sowie zur Versorgungs- und Leistungsstruktur der Praxen“, erklärt Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried. „Die Erweiterung des Praxis-Panels ermöglicht ein noch fundierteres Abbild der Praxen-Landschaft in Deutschland.“ Das Zi-Team um Fachbereichsleiter Markus Leibner habe in den vergangenen Jahren viel Erfahrung mit dem ZiPP im ärztlichen Bereich gesammelt – diese wissenschaftliche Expertise könne es nun für den zahnärztlichen Bereich nutzen.

KZV-NR-Vize Hendges: Hoher Nutzwert für Teilnehmer
Der stellvertretende KZV-NR-Vorsitzende Martin Hendges hebt den hohen Nutzwert für seine Mitglieder hervor: „Der Ausgang der Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen und damit die zukünftigen Vergütungen für die Vertragszahnärzte hängen ganz entscheidend davon ab, dass KZV Nordrhein und KZBV repräsentative und valide Daten über die wirtschaftliche Situation von Zahnärzten übermittelt bekommen – selbstverständlich anonymisiert. Mittlerweile werden im Lauf der Verhandlungen immer neue und differenziertere Fragestellungen an uns herangetragen, die die ZäPP-Erhebung unerlässlich machen. Vor allem ermöglicht dessen wissenschaftliche Ausrichtung eine belastbare Aussage über die Situation der Mitglieder und deren wirtschaftliche Perspektive.“

Eingeladen sind rund 4.500 Zahnarztpraxen aus dem Gebiet Nordrhein; sie haben die Fragebögen im Januar per Post erhalten. Bei den Daten geht es um grundlegende Struktur- und Versorgungsinformationen sowie Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung der Praxen in den Jahren 2014 und 2015. Je mehr Zahnärzte über einen längeren Zeitraum und kontinuierlich teilnehmen, desto aussagekräftiger sind die gewonnenen Zahlen.

Datenschutz genießt oberste Priorität
Den Teil des Fragebogens zur Praxisorganisation, zu Praxisinhabern und Personal sowie zu den Arbeitszeiten füllen Zahnärzte selbst aus, Angaben zu den erbrachten Leistungen der Praxen können sie aus dem Statistik-Modul der Praxisverwaltungssysteme entnehmen. Für den Teil zu Finanzdaten von Praxen ist der Steuerberater zuständig. Zur vereinfachten Bearbeitung dieser Abfrage steht Steuerberatern ein Software-Tool zur Verfügung, welches vom Zi mitentwickelt wurde und die ZäPP-Fragenstruktur unterstützt.

Teilnehmer erhalten eine Aufwandsentschädigung. Um Daten bestmöglich zu schützen, ist eine Treuhandstelle eingebunden. Die KZV und alle anderen Beteiligten haben ausschließlich Einblick in vom Zi anonymisierte Daten. Rückschlüsse auf einzelne Praxen sind nicht möglich.

Zum Hintergrund: Das Zi-Praxis-Panel

Das Zi-Praxis-Panel (ZiPP) ist die einzige repräsentative Erhebung zur jährlichen Entwicklung der wirtschaftlichen Situation von Vertragsärzten und Vertragspsychotherapeuten. Das Zi erhebt die Daten im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Kassenärztlichen Vereinigungen. Im vergangenen Jahr nahmen etwa 5.000 Ärzte und Psychotherapeuten am ZiPP teil.