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Pressemitteilungen des Zi

02. Dezember 2016

Datenbasis fragwürdig, Kostenkalkulation löchrig, Schlussfolgerungen falsch

In der Diskussion um Kosten der Notfallversorgung in Krankenhäusern hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ein Gutachten der MCK-Beratungsgesellschaft als fragwürdig und in Teilen falsch kritisiert.Führende Wissenschaftler vom Institut für Gesundheitsökonomik (IfG) in München analysierten im Auftrag des Zi das Gutachten, das die Management Consult Kestermann GmbH (MCK) für die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Deutsche Gesellschaft interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) erstellt hatte. „Das Papier weist hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Kalkulationen so erhebliche Mängel auf, dass es keine Grundlage für eine sachgerechte Diskussion über Vergütungsleistungen sein kann“, bilanziert IfG-Ökonom Prof. Günter Neubauer die Untersuchung. 

Pressemitteilung


18. November 2016

Gutachter fordern Krankenkassen und Ärzte auf, Verfahrensregeln zur Bestimmung des notwendigen Behandlungsbedarfs zu verbessern

Das bisherige Verfahren zur Ermittlung der notwendigen Leistungsmenge muss nach Ansicht führender Wissenschaftler erheblich überarbeitet werden. Es gehe darum, den Behandlungsbedarf gesetzlich Versicherter für jede Region besser zu bestimmen – dazu reichten die etwa 70 Sammelbegriffe nicht aus, in denen das Krankheitsgeschehen bislang zusammengefasst wird. Dies erklärt ein Gutachterteam aus zwei Medizinern und zwei Ökonomen und plädiert zugleich für Filterkriterien bei der Auswertung der von den Vertragsärzten kodierten Krankheiten. Die Professoren Saskia Drösler, Benno Neukirch, Volker Ulrich und Eberhard Wille erstellten das Gutachten im Auftrag des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Pressemitteilung


11. November 2016

Zum Weltdiabetestag am 14. November: Leitliniengerechte Versorgung ist auf gutem Weg – für mehr als 80 Prozent aller Diabetiker wird der „Langzeitzucker“ bestimmt

Mehr als vier Fünftel aller Diabetiker erhalten in Arztpraxen eine leitliniengerechte Labordiagnostik: Die Zahl der Diabetespatienten, für die mindestens ein Mal im Jahr der Langzeitblutzuckerwert (Hba1c) bestimmt wird, ist im Jahr 2015 auf 81 Prozent geklettert – eine seit Jahren zu beobachtende kontinuierliche Steigerung; noch im Jahr 2011 lag die Quote bei unter 75 %. Darauf verweist das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November 2016.

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27. Oktober 2016

Masernimpfung: Kleinkinder sind nicht überall in Deutschland gut geschützt

Um die Masern in Europa auszurotten, müssten laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Davon ist Deutschland noch immer weit entfernt: Nur 63 Prozent aller Kleinkinder sind hierzulande vor Vollendung des zweiten Lebensjahres komplett gegen Masern geimpft. Das belegt eine Studie des Wissenschaftlerteams vom Versorgungsatlas. Zwar verzeichnen die Forscher leichte Quotensteigerungen, doch Sorgen bereiten die ausgeprägten Unterschiede auf Kreisebene sowie sinkende Quoten in manchen Kreisen.

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21. Oktober 2016

Flächendeckende medizinische Versorgung braucht neue Berechnungsmodelle – Konsens zwischen Magdeburg und München

Die medizinische Versorgung besonders in ländlichen, häufig peripheren Regionen kann langfristig nur mit einer deutlichen Investition in die ambulante ärztliche Versorgung gesichert werden. „Wer die umfassende medizinische Versorgung aller Menschen gewährleisten will, egal wo sie in Deutschland leben, der muss auf die zunehmenden Strukturunterschiede zwischen Abwanderungs- und Zuwanderungsregionen reagieren“, sagt der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried. Bei einem Fachgespräch zwischen Wissenschaftlern, Ärztevertretern und Parlamentariern, zu dem der CDU-Bundestagsabgeordnete Tino Sorge eingeladen hatte, unterstrich der Abgeordnete, dass hier Nachjustierungsbedarf im bisherigen System bestehe.

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18. Oktober 2016

Bayerische Spezialität oder Regel für Deutschland? Gutachtergremium analysiert Besonderheiten der Versorgungsstruktur in Bayern

„Gibt es in Bayern eine besonders gute ärztliche Versorgungsstruktur – und wenn ja, sollen die Krankenkassen für diese bessere ambulante Versorgung zahlen?“ so beschreibt Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried die Fragestellung, welche die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) vor einem Jahr an die Wissenschaft gestellt hat. Die Frage wurde durch ein renommiertes Gutachtergremium aus zwei Medizinern und zwei Volkswirten bearbeitet und vom Zi mit Daten unterstützt.

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17. Oktober 2016

Gesundheitsvorsorge bei Jugendlichen kaum angesagt

Weniger als die Hälfte der Jugendlichen nimmt an der Gesundheitsuntersuchung J1 teil, wie die Wissenschaftler des Zi-Versorgungsatlas ermittelt haben. Lesen Sie hier mehr zur aktuellen Analyse.

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13. Oktober 2016

Zi: Portalpraxen-Pläne der Politik realitätsfern – weniger Krankenhäuser in der Notfallversorgung und strengere Aufnahmekriterien notwendig

In der Diskussion um überfüllte Notfallaufnahmen hat das Zi politische Pläne als realitätsfern bewertet, an allen Krankenhäusern Portalpraxen zur Entlastung einzurichten. „Es gibt gar nicht genug niedergelassene Ärzte, um solche Portalpraxen durchgehend und an allen Klinikstandorten zu besetzen“, erklärt der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried, und verweist auf aktuelle Modellrechnungen seines Instituts.

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10. Oktober 2016

Zi zu Schummel-Vorwürfen der TK: Verfahren und Datengrundlagen stärken statt abschaffen

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) plädiert in der Diskussion um Kodierungsmethoden für eine Stärkung von Datengrundlagen und Verfahren. Den Risikostrukturausgleich als gescheitertes Modell anzuprangern sei der falsche Weg, erklärt Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried. „Schließlich will ja auch niemand Steuersystem und Finanzämter abschaffen, nur weil Einzelne Steuern hinterziehen oder bestechlich sind. Notwendig ist stattdessen, die Datengrundlage zu stärken und Klassifikationsverfahren weiterzuentwickeln, um so Versorgungs-realitäten besser abzubilden.“

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20. September 2016

Zi-Pressemitteilung zum Weltalzheimertag

Mehr als 1,4 Millionen Menschen leben in Deutschland mit Demenz. Eine Analyse des Zi-Versorgungsatlas hat erstmals belegt, wie unterschiedlich diese Patienten behandelt und betreut werden: So erhalten Patienten in den alten Bundesländern weitaus häufiger Antipsychotika und Antidepressiva als Betroffene im Osten – und damit Medikamente, die lediglich Begleiterscheinung der Demenz dämpfen. Frauen haben eine um 19 Prozent geringere Chance als Männer, ein Antidementivum zu erhalten, aber eine um 74 Prozent höhere Chance für ein Antidepressivum.

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11. August 2016

Zi verschickt Praxisberichte an ZiPP-Teilnehmer

Für die Wirtschaftsplanung der eigenen Praxis sind sie zum unverzichtbaren Bestandteil geworden: Praxisberichte mit den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, etwa zu Aufwendungen, Praxiseinnahmen und zum Jahresüberschuss. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) verschickt die persönlichen Analysen in diesen Tagen an die Teilnehmer des Zi-Praxis-Panel (ZiPP).

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10. August 2016

Gutachten zu den Folgen des demographischen Wandels für die ambulante Versorgung in Sachsen

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz hat sich das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) mit der Frage befasst, welche Bedeutung der demografische Wandel für die ambulante ärztliche Versorgung haben wird. Es soll den Entscheidungsträgern in Land, Kommunen und Krankenkassen Hinweise darauf geben, in welchen Regionen Sachsens bis zum Jahr 2030 besonderer Handlungsbedarf zum Erhalt oder zur Förderung einer adäquaten ärztlichen Versorgung entstehen kann.

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22. Juli 2016

Vermeidbare Notfälle kosten das Gesundheitssystem Milliarden Euro

Vermeidbare stationäre Notaufnahmen in Krankenhäusern kosten das Gesundheitssystem jährlich Milliarden Euro. Auch während der regulären Praxisöffnungszeiten suchen häufig Menschen auf Eigeninitiative und ohne ärztliche Einweisung die Krankenhäuser auf. Wie das IGES Institut im Auftrag des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) berechnet hat, summieren sich die Kosten für die Aufnahme und die stationäre Behandlung dieser Menschen, denen ein niedergelassener Arzt gut hätte helfen können, auf knapp 4,8 Milliarden Euro jährlich.

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19. Juli 2016

Zi zum „Ärzteatlas 2016“ des WIdO: Ärzte im Vergleich gleichmäßig verteilt

Zum heute veröffentlichten „Ärzteatlas 2016“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erklärt der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried: „Niedergelassene Ärzte sind in Deutschland bei allen regionalen Unterschieden gleichmäßig verteilt. In anderen Bereichen der Daseinsvorsorge bestehen wesentlich größere Ungleichgewichte, insbesondere bei kommunalen Investitionen. Gemäß einer Analyse des Versorgungsatlas steigt der Versorgungsbedarf aufgrund der demographischen Entwicklung gerade in den Ballungszentren in den nächsten fünf bis zehn Jahren an.“

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14. Juli 2016

Herzinsuffizienz: Großes Potenzial für ambulante Behandlung – Zi plädiert für eigenes DMP

Herzinsuffizienz (chronische Herzschwäche) hat sich zu einem der Hauptanlässe für eine stationäre Aufnahme entwickelt: Seit dem Jahr 2000 haben sich die Fallzahlen fast verdoppelt, wie eine Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ergibt. Dieser Trend treibt die Kosten im Gesundheitssystem unnötig in die Höhe – gilt doch Herzinsuffizienz als eine der Krankheiten, die sehr gut ambulant behandelt werden können.

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04. Juli 2016

E-Health und die Zukunft der Versorgung: Spitzenforschung fußt auf Datenfundament

Versorgungsforscher brauchen umfassenden Zugang zu klinischen und Alltagsdaten, um Ärzte und Patienten unterstützen zu können. Um neue Chancen aus dem digitalen Wandel der Gesundheitsbranche zu nutzen, bedarf es jedoch einer rechtlichen Grundlage.

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02. Juni 2016

Bundesweite Befragung zu Praxiskosten startet

Tausende niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten erhalten in den kommenden Tagen Post vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi): Zum siebten Mal bittet das Zi um Auskunft über die wirtschaftliche Situation deutscher Arztpraxen.

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04. Mai 2016

Zi-Studie: Hoher Fachkräftebedarf in Arztpraxen

Fast jede fünfte Praxis sucht medizinisches Fachpersonal, wie eine Studie des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ergibt. Als Einstellungshemmnisse werden häufig die zu geringe Qualifikation von Bewerbern, aber auch nicht realisierbare Zeit- und Gehaltsvorstellungen genannt. „Dies könnte insgesamt ein erstes Anzeichen für einen Fachkräftemangel sein“, erklärt Zi-Geschäftsführer Dr. Dominik von Stillfried.

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18. April 2016

Zi-Geschäftsführer Dr. von Stillfried bei internationaler WIC-Konferenz in Pisa

Nach dem erfolgreichen Auftakt in Berlin diskutieren Wissenschaftler und Fachöffentlichkeit in Pisa über den Umgang mit regionalen Unterschieden in der medizinischen Versorgung. Das Zi stellt sein Projekt Versorgungsatlas vor.

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07. April 2016

Arbeiten am Fundament: Deutschland braucht eine Infrastruktur für Gesundheitsdaten

Mehr als 100 Experten aus Wissenschaft und Praxis diskutieren bei einer Zi-Tagung über Möglichkeiten der digitalen Gesundheitswirtschaft. Gebraucht werde ein rechtliches Fundament für den Datenaustausch, so die einhellige Forderung – verbunden mit dem Angebot, an dessen Bau mitzuwirken.

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31. März 2016

Zi-Umfrage: Kaum Gewinnplus für Praxisinhaber durch angestellte Ärzte

Immer mehr Ärzte ziehen eine Festanstellung der Freiberuflichkeit vor. Für Praxisinhaber zahlt sich die Anstellung von Kollegen kaum aus: Umsatz und Kosten halten sich die Waage, belegt das Zi mit Zahlen aus dem aktuellen Jahresbericht.

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8. März 2016

Lieber selbstständig: In der Praxis sind Frauen ihr eigener Chef

Flache Hierarchien, guter Verdienst und möglichst flexible Arbeitszeiten – Während vor allem Frauen der so genannten Y-Generation in Krankenhäusern mit solchen Vorstellungen schnell an (Karriere)Grenzen stoßen, stehen ihnen mit dem Weg in die eigene Praxis viele Möglichkeiten offen.

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4. Januar 2016

Nicht-ärztliches Personal im Fokus – Zi-Befragung

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) will mit einer Online-Umfrage die Arbeitssituation von Medizinischen Fachangestellten beleuchten. Die Daten fließen in die anstehenden Tarifverhandlungen ein.

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