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17. Mai 2013

Zi-Praxis-Panel: Vierte bundesweite Befragung zu den Praxiskosten startet Mitte Juni

Mehrere tausend Praxen erhalten Mitte Juni wieder Post vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi). Unter dem Motto „ZiPP zählt!“ sind sie aufgefordert, sich bis zum 30. September an der bundesweiten Kostenstrukturerhebung im Rahmen des Zi-Praxis-Panels (ZiPP) zu beteiligen. Die Befragung liefert den Kassenärztlichen Vereinigungen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eine wichtige Datengrundlage für die Verhandlungen mit den Krankenkassen.

Die Krankenkassen sind gesetzlich verpflichtet, die Entwicklung der Betriebs- und Investitionskosten bei der jährlichen Anpassung der Vergütungen für die niedergelassenen Ärzte zu berücksichtigen. Zudem zeigt das ZiPP Nachholbedarf beim Honorar auf: Nach bisherigen Ergebnissen erreichten die von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlten Honorare nicht den von Krankenkassen und KBV vereinbarten Referenzwert für ein Arztgehalt im Krankenhaus.

Das ZiPP ist die einzige fachübergreifende repräsentative Erhebung, die eine Beurteilung der wirtschaftlichen Situation der Praxen im Zeitablauf zulässt. Das Zi erhebt die Daten seit 2010 regelmäßig einmal pro Jahr. Dies ist die vierte Befragung. In den vergangenen drei Erhebungen haben sich bereits 8.200 Praxen mit rund 11.000 Ärzten und Psychotherapeuten beteiligt. Bei der aktuellen Erhebung werden Daten der Jahre 2008 bis 2011 abgefragt. Die Angaben müssen vom Steuerberater testiert werden. Dafür erhalten die ZiPP-Teilnehmer eine pauschale Aufwandentschädigung.

Je größer der Rücklauf, desto aussagefähiger ist die Datengrundlage. Aufgerufen zur Teilnahme sind sowohl Ärzte und Psychotherapeuten, die sich bereits in den vergangenen Jahren beteiligt haben, als auch solche, die in einem repräsentativen Stichprobenverfahren ausgewählt wurden. Wer bereits teilgenommen hat, ist für das Panel besonders wichtig.

Um die Teilnahme zu fördern, bietet das Zi:

  • Aufwandentschädigung: für Einzelpraxen gibt es 200 Euro, Gemeinschaftspraxen erhalten wegen des höheren Aufwands 350 Euro.
  • Software: Steuerberater erhalten über DATEV und ADDISSON eine Software, um den Fragebogen aus vorliegenden Steuererklärungen mit geringstem Aufwand zu erstellen.
  • Feedback: Alle ZiPP-Teilnehmer erhalten den Jahresbericht und einen individuellen Praxisbericht mit Vergleichskennzahlen. Auch die Berufsverbände erhalten Auswertungen für ihre Fachgruppe nach Versorgungsschwerpunkten.

Bei Rückfragen können die angeschriebenen Ärzte und Psychotherapeuten die Telefon-Hotline 030 4005 2444 nutzen. Detailliertere Informationen, etwa der Jahresbericht, stehen unter www.zi-pp.de.