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16. März 2012

Zi-Praxis-Panel (ZiPP): erster Jahresbericht veröffentlicht

Am 16.03.2012 veröffentlicht das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) den ersten Jahresbericht zum Zi-Praxis-Panel (ZiPP).

Das ZiPP stellt eine einzigartige Datengrundlage zur wirtschaftlichen Lage der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten und der Entwicklung der Investitions- und Betriebskoten in den Praxen dar. Durch das ZiPP kann die Wirtschaftslage und Kostenentwicklung im Zeitablauf zuverlässig abgebildet werden. Insofern wird der Bericht eine wichtige Grundlage der Honorarverhandlungen für das Jahr 2013 sein. Die Kostenentwicklung in den Praxen ist bei der jährlichen Anpassung des Orientierungswerts, bei der Bewertung von Leistungen im EBM und bei der Vereinbarung der Punktwerte für die regionalen Euro-Gebührenordnungen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) zu berücksichtigen. In den Gesamtverträgen können für 2013 zudem Punktwertaufschläge zur Förderung von Leistungen oder Versorgungsstrukturen vereinbart werden; hierfür werden Indikatoren der wirtschaftlichen Lage der Praxen relevant sein.

In Pressestatements bewerteten Dr. Andreas Köhler für die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Dr. Wolfgang Eckert, Vorsitzender der KV Mecklenburg-Vorpommern, für die KVen die Bedeutung der Ergebnisse aus dem ZiPP. Prof. Dr. Jörg Schlüchtermann, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats, beschrieb die Aufgaben des Beirats und nahm zum Standardisierungsverfahren Stellung, welches einen Vergleich ermöglicht zwischen den beobachteten Praxisüberschüssen und dem kalkulatorischen Arztlohn des Bewertungsausschusses für die vertragsärztliche Vergütung.

Der erste Jahresbericht für das ZiPP bezieht sich auf die Erhebung aus dem Jahr 2010 und den Berichtszeitraum 2006 – 2008. Die Erhebung wird weitergeführt; Ziel ist ein Praxis-Panel von rund 7.000 Praxen aufzubauen, aus dem jährlich berichtet wird.

Agenda zum Presseseminar
ZiPP-Jahresbericht 2010
Presseseminar am 16. März 2012
Redebeitrag Dr. Köhler
Redebeitrag Dr. Eckert
Redebeitrag Prof. Dr. Schlüchtermann