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Glossar

Ambulante Versorgung

Die ambulante Versorgung bildet zusammen mit der stationären die Basis der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Zu den ambulanten ärztlichen Einrichtungen zählen Standorte von niedergelassenen Haus- und Fachärzten, Schwerpunktpraxen, Arztnetze, Notfallpraxen und medizinische Versorgungszentren.

Die ambulante ärztliche Behandlung umfasst alle Tätigkeiten des Arztes, die zur Prävention und Behandlung von Krankheiten ausreichend und zweckmäßig sind. Die konkreten Untersuchungs- und Therapiemethoden für den ambulanten Sektor regelt der Gemeinsame Bundesausschuss.

In Deutschland organisieren die 17 Kassenärztlichen Vereinigungen die ambulante Medizin. Ihr Auftrag ist es, eine flächendeckende, wohnortnahe und qualitativ hochwertige medizinische Rund-um-die-Uhr-Versorgung sicherzustellen. So fordert es das Sozialgesetzbuch, demzufolge außerdem allen gesetzlich Versicherten einen Anspruch auf freie Arztwahl haben.

Anatomisch-therapeutisch-chemische (ATC)-Klassifikation/ATC-Code

Die anatomisch-therapeutisch-chemische (ATC)-Klassifikation ist ein internationales System zur Einordnung von Arzneistoffen. Es teilt Wirkstoffe nach dem Organ oder Organsystem, auf das sie einwirken, und nach ihren chemischen, pharmakologischen und therapeutischen Eigenschaften in verschiedene Gruppen ein.

Jeder Wirkstoff trägt einen ATC-Code (anatomisch-therapeutisch-chemischer Code). Weil sich damit jedes Medikament genau einordnen lässt, ist der ATC-Code für die Analyse des Verordnungsgeschehens in Deutschland wesentlich – zusammen mit den Tagesdosen (DDD).

Klassifikationsdaten wie etwa die Stammdatei Plus des Arzneimittelindex der gesetzlichen Krankenassen (GKV-AI), erstellt vom Wissenschaftlichen Institut der allgemeinen Ortskrankenkassen (WIdO), listen diese ATC-Codes je Medikament auf.

Arzneimittel

Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung im oder am menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind. Die Eigenschaften von Arzneimitteln dienen der Heilung, Linderung, Verhütung oder Erkennung von Beschwerden und Krankheiten.

Es wird unterschieden zwischen verschreibungspflichtigen, apothekenpflichtigen und freiverkäuflichen Arzneimitteln. Gesetzlich Krankenversicherte, die älter sind als 18 Jahre, müssen für verordnete Arzneimittel eine Zuzahlung leisten.