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Pressemitteilungen des Zi

27. Februar 2017

Rx-Trendbericht mit erweiterten Funktionen

Wie haben sich die Verordnungen der Generika im Lauf der Zeit entwickelt? In welchen Quartalen verordnen Ärzte Antibiotika besonders häufig? Welche Medikamente gehören aktuell zu den Umsatztreibern – und welche nicht? Antworten auf diese und ähnliche Fragen liefert der Rx-Trendbericht für verschreibungspflichtige Arzneimittel. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat diese Datenbank unter www.rx-trendbericht.de nun aufgefrischt und um wichtige Funktionen erweitert.

Pressemitteilung


26. Januar 2017

Zi analysiert Wirkungen der Praxisgebühr

Sollen Patienten bei der Wahl ihres Arztes oder Krankenhauses gesteuert werden? Diese Frage gewinnt in Zeiten eines zunehmend arbeitsteiligen Gesundheitssystems an Brisanz. Dabei ist der letzte Versuch der Bundesregierung, Patientenströme über finanzielle Anreize zu ordnen, noch gar nicht so lange her: Zwischen 2004 und 2012 mussten Versicherte beim Praxisbesuch und in Notaufnahmen eine Gebühr bezahlen.
Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat die Wirkungen dieser Maßnahme untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Patienten von der Praxisgebühr zunächst abschrecken ließen: Praxen fast aller Fachrichtungen verzeichneten rückläufige Inanspruchnahmen. Dabei ging vor allem die Zahl der Menschen zurück, die ohne Rücksprache mit dem Hausarzt sofort einen Facharzt aufsuchten.
Die Wirkung war zwar nicht von Dauer; noch während der Zeit der Praxisgebühr stiegen die Behandlungsfallzahlen wieder an. Nach ihrem Ende fiel jedoch die letzte Hemmschwelle für Patienten, direkt ein Krankenhaus anzusteuern. Die Notfallaufnahmen von Krankenhäusern wurden mit der wiedererlangten Gebührenfreiheit erkennbar beliebter – ein Trend, der sich seitdem verstärkt.
 
Lesen Sie mehr dazu im aktuellen Zi-Paper: Placebo oder Wunderpille? – Wie die Praxisgebühr Patientenverhalten und Verordnungsmuster veränderte.

 

 


20. Januar 2017

Warum in Städten künftig mehr niedergelassene Ärzte notwendig sind

Zum Bericht des ARD-Magazins monitor über die ungleiche Verteilung von Arztsitzen erklärt der Geschäftsführer des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi), Dr. Dominik von Stillfried:
 
„Die verantwortlichen Zulassungsausschüsse der Kassenärztlichen Vereinigungen und der Krankenkassen prüfen im Einzelfall, ob eine Praxis für die medizinische Versorgung von Patienten in der Region notwendig ist. Grundlage ist das geltende Recht, das in ländlichen und städtischen Regionen eine ausreichende und notwendige Versorgungsstruktur fordert. Eine Reihe von Gründen sprechen dafür, dass jetzt und künftig in den Städten mehr Praxen benötigt werden:

- Die Gesellschaft wird älter und urbaner. Der demographische Wandel zieht einen höheren ärztlichen Versorgungsaufwand nach sich – auch und vor allem in Städten, denn dorthin wird es die Menschen auch weiterhin ziehen. Deutlich wird dies unter anderem in Berechnungen des Zi-Versorgungsatlas, die herausstellen, wo und in welchen Arztpraxen Deutsche künftig mehr ärztliche Arbeitszeit benötigen werden (http://www.versorgungsatlas.de/presse/detail/titel/deutsche-werden-in-der-zukunft-mehr-aerztliche-arbeitszeit-benoetigen/)

- Der medizinische-technische Fortschritt ermöglicht es Patienten, sich häufiger und umfassender in der Praxis behandeln zu lassen. Zi-Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Zahl von Krankheiten, die Patienten künftig beim niedergelassenen Arzt statt im Krankenhaus behandeln lassen können, weiter ansteigt. In gleichem Maße steigt der Anspruch von Patienten an Behandlungskomfort und Kostenersparnis. (http://www.versorgungsatlas.de/fileadmin/pdf/Zi-Pressemitteilung_Studie_Krankenhausf%C3%A4lle.pdf)

- Ärzte in der Stadt versorgen in erheblichem Maß Patienten aus dem Umland mit. Diese Bevölkerung muss in Untersuchungen zum städtischen Versorgungsgrad einbezogen werden. (http://www.versorgungsatlas.de/fileadmin/pdf/15-04-07-PM_ARZTZAHLEN.pdf).“


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