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ADT-Panel

Aufgabenstellung

Von den Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Brandenburg erhält das Zentralinstitut je Vierteljahr pseudonymisierte Abrechnungsdaten der Quartalsabrechnungen niedergelassener Ärzte. Die Daten stammen aus einer geschichteten Zufallsstichprobe von 450 elektronisch abrechnenden Praxen aus insgesamt 14 Arztgruppen in jeder der beiden Regionen – rund 1,2 Mio. behandelte Patienten und vier Millionen Diagnosen, seit 1998 (Brandenburg: 2000).

Mithilfe dieser routinemäßig erhobenen Angaben kann das Zi schon kurz nach Ende eines Abrechnungsquartals das Behandlungsgeschehen in Arztpraxen dieser Regionen beschreiben und Entwicklungstendenzen analysieren. Besonders interessant ist dabei die lange Betrachtungszeit.

Aus patienten-, diagnosen- und leistungsbezogenem Blickwinkel lässt sich beispielsweise ablesen,

  • wie häufig niedergelassene Ärzte unterschiedlicher Fachgebiete welche Krankheiten behandeln;
  • wie sich die ambulanten Behandlungskosten auf verschiedene Patientengruppen verteilen oder
  • welche Krankheitsmuster im Sinne von Diagnosekombinationen (Multi- oder Co-Morbidität) wie häufig vorkommen.

Weitere Anwendungsfälle zur Auswertung der Abrechnungsdaten sind:

  • Schnellanalysen über Auswirkungen von Änderungen in der kassenärztlichen Gebührenordnung
  • die Lieferung von Schlüsselgrößen für die Krankheitskostenrechnung des Statistischen Bundesamts
  • Plausibilisierung von Diagnosenangaben

Erweiterung der Datenbasis um Arzneiverordnungsdaten basierend auf den Zi-AVD-Daten

Die Datenbasis aus Nordrhein wurde um Arzneiverordnungsdaten (Zi-AVD-Daten) erweitert. Ziel ist einerseits die Entwicklung eines Frühindikators für Veränderungen beim Leistungs- und Verordnungsgeschehen sowie der behandelten Morbidität und andererseits die Erstellung einer Zeitreihe, die langfristige Trends und Entwicklungen aufzeigen kann. Aufgrund der Länge des Beobachtungszeitraums erscheint dies vorerst nur für die Behandlungsdaten sinnvoll und wird für Verordnungsdaten dann aussagekräftig, wenn diese Daten für eine größere Zahl von Quartalen vorliegen.

Außer der fachgruppenbezogenen Betrachtung soll die Analyse ausgewählter Indikationen folgen. Die Zusammenführung von Behandlungs- und Verordnungsdaten ist mit dem vorliegenden Material auf Praxisebene möglich, nicht jedoch auf Patientenebene, bedingt durch abweichende Pseudonymisierung.

Ihre Ansprechpartner

Im Überblick

Ziel

Analyse von Entwicklungstendenzen in der Behandlung durch niedergelassene Ärzte direkt nach Ende jedes Abrechnungsquartals

Laufzeit

unbegrenzt

Beteiligte

Kassenärztliche Vereinigungen Nordrhein und Brandenburg, ZI